Denkmal/Gedenkstätte

Schillerdenkmal

98617 Bauerbach

Highlights

  • Friedrich Schiller schrieb in Bauerbach 1782/83 das Drama „Louise Millerin“, später bekannt als „Kabale und Liebe“.
  • Das Schiller-Museum Bauerbach zeigt die einzige erhaltene Niederschrift des Werks und die Geschichte seiner Exilzeit.
  • Seit 1905 ist das ehemalige Zufluchtsort des Dichters öffentlich als Gedenkstätte zugänglich.

Tipps

  • Das Museum ist nur am Wochenende geöffnet, daher vorherige Planung empfehlen.
  • Barrierefreier Zugang ist für Rollatornutzer möglich.
  • Führungen sind nicht verfügbar, aber eine Selbstbesichtigung der historischen Räume ist möglich.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schillerdenkmal

Das Schillerdenkmal in Bauerbach, gelegen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen, erinnert an einen bedeutenden Abschnitt im Leben des berühmten Dichters Friedrich Schiller. Nach seiner Flucht aus Stuttgart fand Schiller hier im Jahr 1782 Zuflucht im Wohnhaus des ehemaligen Rittergutes Bauerbach. Die Familie Wolzogen stellte ihm Räume im Obergeschoss zur Verfügung, in denen er einige seiner wichtigsten literarischen Entwürfe verfasste, darunter erste Skizzen zu „Don Carlos“ und dem später als „Kabale und Liebe“ bekannten Drama „Louise Millerin“.

Heute beherbergt das ehemalige Gutshaus ein kleines, aber feines Museum, das den Aufenthalt Schillers in Bauerbach eindrucksvoll nachvollziehen lässt. Die Räume sind authentisch mit Möbeln und Alltagsgegenständen aus dem Nachlass der Familie Wolzogen eingerichtet und vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der Lebens- und Arbeitswelt des Dichters. Im Obergeschoss befinden sich unter anderem das sogenannte „Kleine Wolzogen-Zimmer“ sowie das größere „Große Wolzogen-Zimmer“, in denen Schiller lebte und arbeitete. Ein besonderes Exponat ist die einzige erhaltene Niederschrift des Dramas „Louise Millerin“, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt wird.

Die Ausstellung „Schillers Exil in Bauerbach“ im ersten Obergeschoss erzählt nicht nur von Schillers Zeit im Exil, sondern auch von der Geschichte der Gedenkstätte selbst. Sie beleuchtet, wie Friedrich Schiller im Laufe der Zeit zu einer zentralen Figur der deutschen Kultur und Nationalidentität wurde. Die Präsentation verbindet einführende Texte, Abbildungen und ausgewählte Exponate zu einer erzählerischen Erkundung der historischen und kulturellen Bedeutung des Ortes. Ergänzt wird der Besuch durch ein bebildertes Hörspiel, das sich im Museum abrufen lässt und einen informativen Auftakt zum Rundgang bietet.

In den letzten Jahren wurde das Gebäude umfassend saniert, darunter die historische Putzfassade nach Originalvorlage wiederhergestellt sowie die Service- und Museumsbereiche modernisiert. Besonderer Wert wurde auf die barrierefreie Zugänglichkeit gelegt, sodass auch Familien mit Kinderwagen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität das Museum problemlos besuchen können. Der Empfangsbereich befindet sich in der ehemaligen Küche des Wohnhauses und lädt mit einer gemütlichen Atmosphäre zum Verweilen ein.

Das Schiller-Museum Bauerbach wird vom Schillerverein Bauerbach e. V. betreut und ist ein lohnenswertes Kulturziel für alle, die sich für das Leben und Werk Friedrich Schillers interessieren. Es bietet nicht nur Einblicke in eine entscheidende Phase seiner Schaffenszeit, sondern auch in die Tradition der Erinnerungskultur rund um eine der prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Literaturgeschichte. Das Museum ist besonders wegen seiner ruhigen Lage und liebevollen Gestaltung ein Ort der Besinnung und kulturellen Auseinandersetzung.

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