Denkmal/Gedenkstätte

Ellenbach

98617 Henneberg

Highlights

  • Die Burgruine Henneberg ist der namensgebende Stammsitz der Grafen von Henneberg und erhebt sich 130 Meter über das Umland.
  • Die Anlage war ab dem 11. Jahrhundert Mittelpunkt eines einflussreichen Herrschaftsgebiets in Thüringen, Unterfranken und Osthessen.
  • Heute ist die Ruine mit mächtigem Bergfried frei zugänglich und bietet einen weiten Blick über das Henneberger Land.

Tipps

  • Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg zur Burgruine steil und teilweise uneben ist.
  • Die Aussicht vom Burgturm lohnt den Aufstieg und bietet einen schönen Blick über das Umland.
  • Der Weg ist ganzjährig frei zugänglich, aber besonders im Sommer angenehm zum Verweilen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ellenbach

Die Burgruine Ellenbach liegt im thüringischen Henneberg und zählt heute zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Erhaben auf einem freistehenden Bergkegel thront die ehemalige Stammburg der Grafen von Henneberg über dem Umland. Die Anlage, deren Ursprünge ins frühen Mittelalter zurückreichen, war einst Mittelpunkt eines weitreichenden Herrschaftsgebiets, das Teile Südthüringens, Unterfrankens und Osthessens umfasste. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage an wichtigen Handelsrouten entwickelte sich die Burg im Laufe der Jahrhunderte zu einer repräsentativen und militärisch bedeutenden Wehranlage.

Die heutige Ruine zeigt eindrucksvoll die Reste der einst mächtigen Burganlage, darunter die Überreste einer Palas, einer Kemenate und einer Kapelle. Besonders markant ist der Bergfried mit einem Durchmesser von rund 14 Metern, der nach aufwendigen Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahrzehnten wieder für Besucher zugänglich ist. Von seiner Plattform erstreckt sich ein weithin sichtbarer Blick über das Henneberger Land. Die Ringmauer umschließt ein Gelände von etwa 160 mal 20 Metern und zählt damit zu den umfangreichsten erhaltenden Befestigungsanlagen in Thüringen.

Die Zerstörung der Burg begann im Zuge des Bauernkriegs, als sie geplündert und teilweise niedergebrannt wurde. Danach verfiel sie allmählich, bis sie im späten 18. Jahrhundert vor dem endgültigen Niedergang bewahrt wurde. Während der Zeit der deutschen Teilung lag die Burgruine im Sperrgebiet der DDR, und auf dem Bergfried wurde ein Überwachungsturm der Grenztruppen errichtet. Heute ist die Ruine das ganze Jahr über frei zugänglich und lädt mit ihrer malerischen Atmosphäre und der weiten Aussicht zu einem Besuch ein.

Der Weg zur Burgruine führt über den sogenannten Burgweg, der aufgrund seiner Steilheit und des teilweise unebenen Schotteruntergrunds als anspruchsvoll gilt. Besucher berichten von einer lohnenswerten, wenn auch körperlich anspruchsvollen Wanderung, die festes Schuhwerk und Trittsicherheit erfordert. Im Sommer soll sich der Aufenthalt aufgrund der angenehmen Temperaturen und der landschaftlichen Schönheit besonders lohnen. Die Ruine steht exemplarisch für die einstige Macht der Grafen von Henneberg, deren Wappen mit der schwarzen Henne noch heute in vielen regionalen Gemeindewappen zu finden ist.

Bewertungen

4,7 (39) 4.7 aus 39 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,7 (39) 4.7 · 39 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…