Denkmal/Gedenkstätte

Abgegangenes Wasserschloss

Steinerweg 1B, 81241 München-Pasing-Obermenzing

Highlights

  • Das abgegangene Wasserschloss Pasing lag in München-Pasing-Obermenzing und wurde erstmals 1381 urkundlich erwähnt.
  • Nach einem Brand kam es 1787 zum Abriss, später entstand südlich ein Neubau, der 1815 endgültig abgerissen wurde.
  • Heute sind nur noch ein Wasserring und ein sechs Meter hoher Hügelrest als Bodendenkmal erhalten.

Tipps

  • Das abgegangene Wasserschloss Pasing ist heute nur noch als Bodendenkmal mit Hügelrest und Wasserring sichtbar.
  • Ein Besuch lohnt sich für historisch Interessierte, die den Ursprung des Pasinger Stadtwappens erkunden möchten.
  • Der Geländeabschnitt jenseits des Wassergrabens ist nicht öffentlich zugänglich, ein Eintritt ist daher nicht möglich.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Abgegangenes Wasserschloss

Das abgegangene Wasserschloss in München-Pasing-Obermenzing zählt heute zu den bedeutenden Bodendenkmälern der Region und erinnert an die baukulturelle Geschichte des Stadtteils. Ursprünglich als Wasserburg errichtet, diente die Anlage im Mittelalter als Veste und später als Hofmarkschloss. Über Jahrhunderte hinweg wechselte der Besitz mehrfach, darunter auch einst die Münchner Patrizierfamilie Pütrich sowie die Familie von Reitmor, die im frühen 17. Jahrhundert ein Hofmarksprivileg erhielt. Ein Stich aus dem frühen 18. Jahrhundert zeigt die Anlage noch in ihrer späten Blütezeit.

Im Zuge des allmählichen Verfalls wurde das Schloss schließlich abgebrochen. Kurz darauf entstand südlich der ursprünglichen Burgstelle ein Neubau, der jedoch ebenfalls nicht von langer Dauer war. Der bayerische König Maximilian I. Joseph erwarb die Fläche und ließ den endgültigen Abriss des Bestehenden veranlassen, um an gleicher Stelle das neue Schloss Gatterburg zu errichten. Die alte Schlossinsel blieb erhalten und wurde im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt, unter anderem als Biergarten mit Gartenbetrieb. Heute sind vom ehemaligen Bauwerk lediglich ein sechs Meter hoher Erdhügel und ein Wasserring sichtbar, die als Zeugnisse der Vergangenheit im Bayernatlas unter der Aktennummer D-1-7834-0104 gelistet sind.

Obwohl das Areal historisch von großer Bedeutung ist, ist es der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dies wird von Besucher:innen bedauert, zumal der Ort auch im Pasinger Stadtwappen verankert ist. Zudem wird vermutet, dass das Gelände heute naturschutzrechtlich geschützt ist, was den eingeschränkten Zugang erklären würde. Die Bezeichnung „Schloss“ führt bei einigen Gästen in die Irre, da das ehemalige Bauwerk heute lediglich durch einen erhöhten Erdhügel und eine kleine Hütte erkennbar ist. Dennoch bleibt das Areal ein stimmungsvoller Ort der Erinnerung an die mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte Münchens.

Das ehemalige Hofmarkschloss steht in enger Verbindung zur regionalen Geschichte und ist Teil eines größeren kulturhistorischen Kontexts innerhalb Münchens. In der Nähe befinden sich weitere erhaltene Schlösser wie Schloss Blutenburg oder Schloss Fürstenried, die heute als Zeugnisse vergangener Epochen fungieren. Im Gegensatz zu diesen ist das Gelände des ehemaligen Wasserschlosses Pasing nicht besucherfreundlich ausgebaut, was den Reiz des Ortes jedoch nicht mindert, sondern vielmehr seine Aura des Geheimnisvollen und Vergessenen verstärkt.

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