Fensterl-Brunnen
Highlights
- Das Brunnenbuberl ist ein historischer Trinkwasserbrunnen in München-Altstadt-Lehel, ursprünglich 1895 am Stachus aufgestellt.
- Heute steht es am Westende der Neuhauser Straße vor dem Karlstor und wurde 1971 nach Umbauarbeiten dort wiedereröffnet.
- Der Brunnen wurde von Mathias Gasteiger geschaffen und ist aus Enzenauer Kalkstein gefertigt.
Tipps
- Der Brunnenbuberl ist ein historischer Trinkwasserbrunnen aus dem Jahr 1895 und befindet sich heute am Westende der Neuhauser Straße vor dem Karlstor.
- Gestaltet von Bildhauer Mathias Gasteiger, zählt er zu den künstlerisch wertvollen Brunnen Münchens und ist das einzige erhaltene Werk Gasteigers im öffentlichen Raum.
- Besucher finden den Brunnen ganzjährig aktiv, ideal für eine kurze Erfrischung oder als Fotomotiv in der Münchner Altstadt.
Eigenschaften
Über Fensterl-Brunnen
Der Fensterl-Brunnen, auch bekannt als „Brunnenbuberl“ oder Gasteigerbrunnen, zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Altstadt-Lehel der Münchner Innenstadt. Ursprünglich 1895 im Rahmen der städtischen Grünflächen entlang der Sonnenstraße nahe dem Stachus errichtet, befindet sich der Brunnen heute am Westende der Neuhauser Straße direkt vor dem Karlstor. Die Anlage wurde vom Bildhauer Mathias Gasteiger entworfen und stellte sein erstes öffentliches Werk dar. Die Brunnenwanne besteht aus Enzenauer Kalkstein und zeigt eine Figur, die auch als „Satyrherme mit Knabe“ beschrieben wird.
Im Laufe der Jahre wechselte der Brunnen mehrfach seinen Standort. Nach seiner ursprünglichen Aufstellung wurde er 1964 aufgrund städtebaulicher Maßnahmen in der Sonnenstraße abgebaut und gelagert. Erst 1971 kehrte er an einen öffentlichen Platz zurück und wurde in der Fußgängerzone am Karlstor wieder in Betrieb genommen. Seitdem dient er als Trinkwasserbrunnen und ist das ganze Jahr über zugänglich. Besonders im Winter bleibt der Brunnen unbedeckt und bietet ein eindrucksvolles Bild, wenn das Wasser bei Frost zu kunstvollen Eiskristallen gefriert.
Der Brunnen hat nicht nur eine funktionale, sondern auch eine symbolische Bedeutung. Während der politischen Unruhen in der Nachkriegszeit wurde er 1919 von Kugeln getroffen, was seine Rolle als Zeuge der Geschichte unterstreicht. Die Figur und das Becken wurden mehrfach restauriert, um den ursprünglichen Zustand zu bewahren. Neben seiner dekorativen Funktion lädt der Brunnen zur Erholung und Beobachtung des städtischen Treibens ein. Sein Standort in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Verkehrsachsen und Einkaufsstraßen macht ihn zu einem markanten Punkt im Münchner Stadtbild.
Der Fensterl-Brunnen ist Teil eines breiteren künstlerischen Schaffens von Mathias Gasteiger. Weitere Werke des Bildhauers befinden sich unter anderem im Zoologischen Garten Berlin sowie am Maximiliansplatz in Erlangen. In der Fachliteratur wird der Brunnen als bedeutsames Beispiel der Münchner Brunnenkunst des späten 19. Jahrhunderts gewürdigt. Fotografien und Beschreibungen aus Publikationen der Stadtverwaltung sowie kunsthistorischen Werken dokumentieren seine Gestaltung und Entwicklung über mehr als ein Jahrhundert.