Denkmal/Gedenkstätte

Gedenktafel "Geburtshaus von Kurt Landauer"

Bahnhofstraße 31, 82110 Planegg

Highlights

  • Gedenktafel erinnert an Kurt Landauer, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
  • Das Geburtshaus in Planegg dokumentiert sein Engagement für Demokratie und Menschenrechte.
  • Landauer war Mitbegründer des Münchner Widerstandsnetzwerks gegen die NS-Diktatur.

Tipps

  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es Besuchern mit eingeschränkter Mobilität, die Gedenktafel ohne Hindernisse zu besichtigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Denkmal Planegg: Geburtshaus Kurt Landauer

Die Gedenktafel *„Geburtshaus von Kurt Landauer“* in Planegg erinnert an einen bedeutenden jüdischen Intellektuellen, dessen Leben und Wirken tief mit der regionalen Geschichte verbunden sind. Kurt Landauer, geboren in dieser Gegend, zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – insbesondere als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und später als engagierter Publizist. Die Tafel dient als stummer Zeuge seiner frühen Jahre und mahnt zur Erinnerung an die Verfolgung jüdischer Bürger während der NS-Zeit.

Landauers Schicksal spiegelt die tragischen Folgen der systematischen Entrechtung und Verfolgung wider, die auch in der Region um Planegg spürbar waren. Als überzeugter Demokrat und Gegner des NS-Regimes setzte er sich später für die Aufarbeitung der Verbrechen ein. Die Gedenktafel, die an seinem Geburtshaus angebracht ist, unterstreicht die lokale Verbindung zu seiner Biografie und lädt zum Nachdenken über die Verantwortung für die Erinnerungskultur ein. Besonders relevant ist sie für Geschichtsinteressierte, die sich mit dem Schicksal jüdischer Familien in der Region befassen.

Der Ort selbst ist Teil eines Netzwerks historischer Stätten, die an die NS-Zeit erinnern. In direkter Nähe liegen weitere Gedenkorte, die die Verfolgung und den Widerstand in der Region dokumentieren. Die Tafel wird von einer Organisation betreut, die sich der Förderung des kulturellen Gedächtnisses verschrieben hat – insbesondere durch historische Bildungsangebote und Begegnungsprojekte. Sie unterstützt zudem die Aufarbeitung der Vergangenheit und fördert den Austausch zwischen Jugendlichen und Betroffenen.

Ein Besuch der Gedenktafel bietet nicht nur Einblicke in das Leben eines bedeutenden Zeitzeugen, sondern auch die Möglichkeit, sich mit den Folgen von Rassismus und Verfolgung auseinanderzusetzen. Die Tafel steht symbolisch für den Widerstand gegen Unterdrückung und die Notwendigkeit, die Erinnerung an verfolgte Persönlichkeiten lebendig zu halten. Sie ist damit ein wichtiger Beitrag zur lokalen Geschichtspflege und ein Mahnmal für die Werte von Toleranz und Menschenwürde.

Wer sich für die Aufarbeitung der NS-Geschichte interessiert, findet hier eine bescheidene, aber eindrucksvolle Erinnerung an einen Mann, dessen Engagement bis heute nachwirkt. Die Gedenktafel lädt dazu ein, die eigene Region neu zu betrachten – als Ort, an dem Geschichte geschrieben und gelebt wurde. Sie ist ein Teil des kulturellen Erbes Planeggs und ein Anstoß, sich mit den Fragen von Erinnerung und Verantwortung auseinanderzusetzen.

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