Kirche/Kloster

Kloster der Servitinnen

Herzogspitalstraße 9, 80992 München-Altstadt-Lehel

Highlights

  • Das Kloster der Servitinnen in München-Altstadt-Lehel besteht seit dem 17. Jahrhundert und überstand Säkularisation durch eine Mädchen-Schule (ab 1801).
  • Die Schwestern betreiben seit über 30 Jahren Ewige Anbetung Tag und Nacht; Laien unterstützen den Dienst. Der Doppelaltar in der Herzogspitalkirche ermöglichte 1801 Simultankult für Volk und Klausur.
  • Das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter zieht seit Jahrhunderten Wallfahrer an; heute dient die Kirche als Ort der Stille in der Münchner Innenstadt.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Klosteranlage.
  • Die Herzogspitalkirche bietet eine ruhige Atmosphäre abseits des städtischen Trubels und lädt zur Besinnung ein.
  • Das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter zieht weiterhin Pilger an, die in Andacht oder Stille verweilen können.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kloster Servitinnen München-Altstadt-Lehel: Sakrale Kultur

Das Kloster der Servitinnen in München-Altstadt-Lehel ist ein Ort der Andacht und des stillen Gebets, nur wenige Schritte von den lebhaften Einkaufsstraßen und dem Trubel der Münchner Innenstadt entfernt. Gegründet als Nonnenkloster, verbindet es eine jahrhundertealte Tradition mit einer lebendigen Gegenwart. Die Herzogspitalkirche, das Herzstück der Anlage, lädt mit ihrer ruhigen Atmosphäre zum Innehalten ein – ein Kontrast zur Hektik der Großstadt.

Die Geschichte des Klosters reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück, als die Servitinnen hier eine Gemeinschaft des Gebets und der Kontemplation gründeten. Besonders bekannt ist das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter, das seit jeher Wallfahrer aus München und der näheren Umgebung anzieht. Das Bild, eine Darstellung Mariens in Trauer um den gekreuzigten Jesus, steht im Mittelpunkt der Verehrung und zieht auch heute noch Gläubige an, die in Stille vor ihm beten.

Während der Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert übernahmen die Schwestern eine neue Aufgabe: Sie richteten eine Schule für Mädchen ein, darunter eine Volks-, Mittelschule und ein Lyzeum. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurde ein Doppelaltar errichtet. Während die Schwestern in der Klausur beteten, konnten die Schülerinnen und die Gemeinde auf der vorderen Seite teilnehmen – ein Zeugnis der Anpassungsfähigkeit und des sozialen Engagements der Gemeinschaft.

Seit über drei Jahrzehnten wird der Dienst der ununterbrochenen Anbetung durch Laien unterstützt, die im Wechsel Tag und Nacht für die Ewige Anbetung sorgen. Diese Tradition unterstreicht die Beständigkeit des Klosters als Ort der Kontemplation und des Gebets. Die Herzogspitalkirche bleibt damit ein Ort der Stille, an dem Gläubige und Besucher gleichermaßen zur Besinnung finden können.

Das Kloster ist barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Eingang und sanitären Einrichtungen, und bietet so allen Interessierten die Möglichkeit, die Atmosphäre der Andacht zu erleben. Wer sich auf den Weg macht, wird nicht nur von der Architektur, sondern auch von der tiefen spirituellen Präsenz des Ortes berührt – ein kleines Juwel mitten in der Münchner Altstadt.

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