Kirche/Kloster

Kloster Fürstenfeld

Fürstenfeld 7, 82256 Fürstenfeldbruck

Highlights

  • Die Klosterkirche St. Maria gilt als Hauptwerk des süddeutschen Spätbarock und wurde von Giovanni Antonio Viscardi erbaut.
  • Heute beherbergt das Klosterareal Kulturinstitutionen wie das Museum Fürstenfeldbruck und das Veranstaltungsforum Fürstenfeld.

Tipps

  • Das Klosterareal ist barrierefrei erreichbar und lädt zu Spaziergängen ein.
  • Führungen bieten tiefere Einblicke in die Geschichte und Architektur der Klosterkirche.
  • Das Gelände eignet sich für Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kloster Fürstenfeld

Das Kloster Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Denkmälern des Landkreises und gilt als eines der ehemaligen Hausklöster der Wittelsbacher. Ursprünglich 1263 als Zisterzienserabtei gegründet, entstand es als Sühneleistung für die Hinrichtung der ersten Gemahlin Herzog Ludwigs II. des Strengen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Kloster zu einem geistlichen und kulturellen Zentrum, das auch in der Reformations- und Kriegszeit eine wichtige Rolle spielte. Besonders unter Abt Martin Dallmayr gelang im 17. Jahrhundert ein wirtschaftlicher und baulicher Neubeginn, der den Grundstein für die barocke Pracht des heutigen Ensembles legte.

Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt gilt als Hauptwerk des süddeutschen Spätbarock und wurde maßgeblich vom Münchner Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi entworfen. Inspiriert von italienischen Baumeistern folgt sie dem Typus der Wandpfeilerkirche und beeindruckt durch ihre monumentale Architektur, die reichhaltige Ausstattung und die harmonische Gesamtwirkung trotz langer Bauzeit. An der Innenausstattung wirkten führende Künstler ihrer Zeit mit, darunter vor allem die Gebrüder Asam – Cosmas Damian Asam schuf die Deckenfresken, Egid Quirin Asam war an mehreren Altären sowie vermutlich am Hochaltar beteiligt. Die Kirche vermittelt bis heute eine außergewöhnliche Atmosphäre, die sowohl kunsthistorisch als auch spirituell berührt.

Das gesamte Klosterareal wurde in den letzten Jahren umfassend restauriert und dient heute als kulturelles Zentrum mit vielfältigen Angeboten. Neben der Klosterkirche beherbergen die ehemaligen Konventgebäude unter anderem das städtische Museum, das Veranstaltungsforum Fürstenfeld, die Neue Bühne Bruck sowie mehrere Galerien. Ein besonderes Highlight ist der Kurfürstensaal, dessen kunstvolle Fresken und Stuckaturen von Nicolo Perti jahrzehntelang verborgen waren und erst durch Restaurierung zugänglich gemacht werden konnten. Das Klosterareal ist somit nicht nur geschichtsträchtiger Ort, sondern auch lebendiger Kulturmittelpunkt, der Besucher aus der Region und darüber hinaus anzieht.

Die Kirche ist grundsätzlich tagsüber bis zum Gitter zugänglich, wobei der gesamte Innenraum in den Sommermonaten für Besuche geöffnet ist. Regelmäßige Gottesdienste, Konzerte und Führungen unterstreichen den dualen Charakter des Ortes als sowohl sakraler als auch kultureller Raum. Gruppen können individuelle Besuchszeiten in Absprache mit dem Pfarrverband organisieren. Mit seiner einzigartigen Architektur, der kunstvollen Ausstattung und seiner lebendigen Nutzung ist das Kloster Fürstenfeld ein Muss für alle, die sich für bayerische Geschichte, barocke Kunst und lebendige Kultur interessieren.

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