Sankt Johann Nepomuk
Highlights
- Die Asamkirche in München-Altstadt-Lehel ist dem hl. Johannes Nepomuk geweiht und gilt als bedeutendes Barockbauwerk.
- Errichtet von den Brüdern Asam zwischen 1733 und 1746 als Privatkapelle, wurde sie später öffentlich zugänglich.
- Die Kirche überstand den Krieg fast unbeschadet und wurde 1975–1983 restauriert.
Tipps
- Die Asamkirche ist eine barocke Privatkapelle und heute öffentlich zugänglich, ideal für einen kurzen Besuch in der Münchner Altstadt.
- Kleine Kirche mit großem künstlerischen Reichtum – Deckenfresken und Hochaltar sind sehenswert.
- Achtung: Öffnungszeiten variieren je nach Saison und können durch Veranstaltungen unterbrochen werden.
Eigenschaften
Über Sankt Johann Nepomuk
Die Asamkirche, offiziell dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht, zählt zu den kunsthistorisch bedeutendsten Sakralbauten in München und ist ein herausragendes Beispiel barocker Architektur und Ausstattung. Errichtet zwischen den Jahren 1733 und 1746, entstand sie als private Andachtsstätte der Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam, berühmter Baumeister und Künstler des späten Barock. Ohne öffentlichen Auftrag entwarfen und finanzierten sie das Bauwerk aus eigenem Antrieb – zur größeren Ehre Gottes und für ihr eigenes Seelenheil. Die Kirche befindet sich im Münchner Stadtteil Altstadt-Lehel, direkt in der historischen Altstadt, und ist eng mit der Sendlinger Straße verbunden, wo sie unauffällig in die Häuserflucht eingebettet ist.
Trotz ihrer bescheidenen Grundfläche von nur 22 mal 8 Metern begeistert die Asamkirche durch ihre üppige und detailreiche Innenausstattung. Die Konzeption als Beichtkirche spiegelt sich in der Anlage von sieben Beichtstühlen mit allegorischen Darstellungen wider. Die kunstvolle Gestaltung der Deckenfresken, des Hochaltars sowie weiterer Figuren- und Stuckarbeiten zeugt von der außergewöhnlichen Meisterschaft der Brüder Asam. Ursprünglich aus privater Devotion geschaffen, öffnete die Kirche auf Drängen der Bevölkerung ihre Pforten für den öffentlichen Gottesdienstbetrieb. Besucher berichten heute noch von der überwältigenden Atmosphäre, die dieser kleine, aber feine Sakralbau vermittelt – ein wahres Juwel des süddeutschen Barock mitten im Herzen Münchens.
Die Asamkirche überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet, lediglich der Chorbereich wurde stark beschädigt. In aufwendiger Restaurierung zwischen 1975 und 1983 konnte der ursprüngliche Zustand weitgehend wiederhergestellt werden. Heute erstrahlen die kunstvollen Fresken, Altäre und Skulpturen in neuem Glanz. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt und lädt sowohl Gläubige als auch Kunst- und Kulturinteressierte zu Besuch und Besinnung ein. Mit ihrer kompakten, dennoch imposanten Erscheinung und der überraschend reichhaltigen Gestaltung bleibt die Asamkirche ein absolutes Highlight unter den Münchner Kirchen und ein unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen und sakralen Landschaft der Münchner Altstadt.