St. Achaz (München)
Highlights
- St. Achaz ist eine römisch-katholische Pfarrei in München-Mittersendling und wurde 1928 als Neubau geweiht.
- Die Kirche verfügt über 400 Sitz- und 1200 Stehplätze und beherbergt ein Glockengeläut aus Stahlglocken von 1953.
- Ausstattungshighlights sind barocke Altarbilder, gotische Figuren und eine Orgel mit 12 Registern von 1935.
Tipps
- Besuchen Sie die neobarocke Kirche St. Achaz, ein sehenswertes Bauwerk mit historischem Charme im Stadtteil Mittersendling.
- Die Kirche bietet einen ruhigen Rückzugsort nahe dem Neuhofer Park, ideal für Besucher, die einen Moment der Stille suchen.
- Informieren Sie sich über aktuelle Gottesdienstzeiten und Veranstaltungen des Pfarrverbands vor Ort.
Eigenschaften
Über St. Achaz (München)
Die römisch-katholische Kirche St. Achaz in München-Mittersendling zählt zu den sakralen Bauten, die sowohl durch ihre architektonische Gestaltung als auch durch ihre historische Entwicklung eine besondere Bedeutung im kulturellen Gefüge der Stadt haben. Die Pfarrei befindet sich im Stadtbezirk Sendling und ist Teil des Pfarrverbands Mittersendling, zu dem auch die Kirche St. Thomas Morus gehört. Der Kirchenbau in der Fallstraße steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neuhofer Park und ist von städtischen Verkehrsflächen umgeben, was sie zu einer ruhigen Oase inmitten des lebhaften Münchner Stadtteils macht.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter war an dieser Stelle eine dem hl. Achatius gewidmete Kirche belegt. Der erste sicher nachgewiesene Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert, später wurde eine gotische und dann eine barocke Kirche errichtet. Die barocke Kirche, deren Altäre 1733 geweiht wurden, diente bis 1927 der Gemeinde, ehe sie durch einen größeren Neubau ersetzt wurde. Dieser wurde im neobarocken Stil errichtet, da die wachsende Bevölkerung Sendlings mehr Platz benötigte. Der Architekt Richard Steidle entwarf ein Gebäude, das äußerlich stark an den Vorgängerbau angelehnt ist und in seiner Formensprache dem barocken Stil folgt. Die neue Kirche bietet deutlich mehr Raum und fasst mehrere Hundert Gläubige.
Die Kirche St. Achaz verfügt über eine Reihe bemerkenswerter Ausstattungsstücke. Aus der barocken Vorgängerkirche wurden mehrere Altarbilder und Figuren übernommen, darunter Darstellungen der hl. Juliana, des hl. Dionysius sowie der Apostel. Das Hochaltarbild zeigt den hl. Achaz in Rüstung und Mantel, flankiert von Engeln und Symbolen seiner Martyriumsgeschichte. In der Kirche befindet sich zudem ein dreistimmiges Glockengeläut aus Stahlguss, das in den 1950er Jahren gegossen wurde. Die Orgel, ursprünglich 1935 erbaut, wurde in den 1990er Jahren durch ein neues Instrument mit 21 Registern ersetzt, das über tausend Pfeifen aus Zinn-Blei-Legierung verfügt.
Während des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gebäude durch Bombenangriffe Schäden, die nach 1945 repariert wurden. In den folgenden Jahrzehnten wurden mehrere Renovierungen durchgeführt, um den Erhalt des Bauwerks zu gewährleisten. Die Kirche wird heute nicht nur für Gottesdienste genutzt, sondern dient auch als kultureller und sozialer Anlaufpunkt im Stadtteil. Neben der Kirche befinden sich soziale Einrichtungen wie eine Bücherei und ein Kindergarten, die zur Gemeinde gehören und das kirchliche Leben im Viertel prägen.