Kirche/Kloster

Zu den heiligen fünf Wunden

87669 Rieden am Forggensee

Highlights

  • Die Pfarrkirche Zu den heiligen fünf Wunden in Rieden am Forggensee ist ein Baudenkmal (Nr. D-7-77-163-3).
  • Der barocke Kirchenbau wurde 1721 nach Plänen von Johann Georg Fischer errichtet und 1725 geweiht.
  • Die Kirche verfügt über eine 1925 von den Gebrüdern Hindelang gebaute Orgel mit 13 Registern.

Tipps

  • Die Kirche ist ein Baudenkmal und bietet einen sehenswerten barocken Stuckchor aus dem Jahr 1687.
  • Das Hochaltarblatt mit der Darstellung des Apostel Thomas stammt vom Künstler Joseph Keller.
  • Die 1925 erbaute Orgel mit 13 Registern kann bei Führungen erkundet werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Zu den heiligen fünf Wunden

Die römisch-katholische Kirche „Zu den heiligen fünf Wunden“ befindet sich in der Gemeinde Rieden am Forggensee im Landkreis Ostallgäu in Bayern. Sie ist als Baudenkmal unter der Nummer D-7-77-163-3 erfasst und zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten der Region. Seit 1817 dient sie als Pfarrkirche der Pfarrgemeinde St. Urban, während die ehemalige Pfarrkirche im Ortsteil Sankt Urban heute als Friedhofskirche genutzt wird.

Die Geschichte der Kirche beginnt mit dem Bau einer Kapelle im Jahr 1687 durch Johann Jakob Herkomer. Etwa drei Jahrzehnte später wurde diese durch eine neue Kreuzkirche ersetzt, deren Entwurf von Johann Georg Fischer stammt. Die Kirchweihe erfolgte einige Jahre danach durch Weihbischof Johann Jakob Mayr. Im Jahr 1896 wurde das Langhaus nach Westen verlängert und der Kirchturm an der Nordwand des Langhauses erhielt eine grundlegende Erneuerung durch Hugo von Höfl. Der quadratische Turm wurde mit einem zusätzlichen Geschoss aufgestockt, das vier Glocken beherbergt, und mit einer Zwiebelhaube sowie einer darauf sitzenden Laterne versehen.

Das Innere der Kirche zeichnet sich durch eine kunstvolle Stuckdecke im Chor aus, die bereits 1687 von einem Stuckateur aus dem Umfeld von Johann Schmuzer ausgeführt wurde. Das Hochaltarblatt zeigt den Apostel Thomas, der die Wunde des auferstandenen Christus begreift – ein Werk des Künstlers Joseph Keller. Eine weitere bemerkenswerte Ausstattung ist die Statue des Jakobus des Älteren, die Jörg Lederer zugeschrieben wird. Diese Elemente tragen zur künstlerischen und historischen Bedeutung des Ortes bei.

Die Orgel der Kirche wurde 1925 von den Gebrüdern Hindelang erbaut und verfügt über 13 Register auf zwei Manualen und Pedal. Sie ersetzte ein älteres Instrument von Balthasar Pröbstl aus dem Jahr 1874. Die Orgel ist bis heute ein zentraler Bestandteil des kirchenmusikalischen Lebens und wird regelmäßig im Gottesdienstbetrieb sowie bei Konzerten genutzt.

Die Kirche „Zu den heiligen fünf Wunden“ steht in der Tradition einer langen sakralen Baugeschichte und spiegelt sowohl architektonische als auch künstlerische Entwicklungen der letzten drei Jahrhunderte wider. Ihre zentrale Lage in Rieden am Forggensee macht sie zu einem wichtigen kulturellen und religiösen Anlaufpunkt in der Gemeinde.

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