Museum

Barockgarten Egloffstein Manfred Ritter

91369 Wiesenthau

Highlights

  • Barockgarten Egloffstein wurde von Manfred Ritter, einem passionierten Gartengestalter, auf einem Berghang gegenüber der Burg angelegt.
  • Zwei monumentale Betonvasen aus Gößweinstein, ursprünglich für das Recycling bestimmt, wurden von Ritter gerettet und im Garten aufgestellt.
  • Die Anlage vereint italienischen Monumentalstil mit fränkischer Landschaft und ist ein einmaliges Privatprojekt in der Region.

Tipps

  • Beim Besuch des Barockgartens in Egloffstein sollte man sich vorab erkundigen, ob der Eigentümer anwesend ist, um eine Besichtigung zu ermöglichen.
  • Der Garten ist privat und nicht öffentlich zugänglich – ein Schild am Eingang weist auf Betretenverbot hin.
  • Wer den Garten betreten darf, findet eine einzigartige Anlage mit barocker Architektur und mediterranem Flair mitten in der Fränkischen Schweiz.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Barockgarten Egloffstein Manfred Ritter

Der Barockgarten Egloffstein Manfred Ritter befindet sich in der Gemeinde Wiesenthau im bayerischen Teil der Fränkischen Schweiz. Diese private Gartenanlage wurde von Manfred Ritter, einem pensionierten Juristen und begeisterten Gartengestalter, am Berghang gegenüber der Burg Egloffstein angelegt. Die Anlage vereint Elemente barocker und italienischer Gartenarchitektur und wirkt wie ein verborgenes Kunstwerk mitten in der fränkischen Landschaft. Besucher, die den sogenannten „Paradiesweg“ entlangwandern, stoßen auf diese außergewöhnliche Stätte, die durch ihre monumentale Ausstrahlung überrascht.

Ein besonderes Highlight des Gartens sind zwei über drei Meter hohe Betonvasen, die ursprünglich Teil der Basilika in Gößweinstein waren. Diese wurden vor dem Recycling gerettet und nach aufwändiger Restaurierung im Garten aufgestellt. Auf Tuffsockeln montiert, rahmen sie eine imposante Treppe und eine Säulenallee ein. Eine mehrstufige Brunnenanlage im Vordergrund erweckt den Eindruck eines antiken Aquädukts, das in barocker Zeit umfunktioniert wurde. Die Kombination aus mediterranem Stil und fränkischer Natur schafft eine ungewöhnliche Atmosphäre, die an Filmkulissen aus südländischen Produktionen erinnert.

Der gesamte Garten entstand größtenteils in Eigenregie. Ritter setzte bei der Gestaltung auf handwerkliches Geschick und Eigeninitiative – nur minimaler Maschineneinsatz kam beim Aufstellen der schweren Vasen zum Einsatz. Die Bauarbeiten, insbesondere im unteren Bereich der Anlage, beanspruchten etwa ein Jahr harter Arbeit. Die architektonischen Details wie Torbögen, Podeste und Brunnen zeugen von großer handwerklicher Präzision und Leidenschaft für das barocke Gestaltungsprinzip.

Der Barockgarten ist nicht regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich. Zugänge sind nur möglich, wenn der Besitzer anwesend ist und bereitwillig Führungen übernimmt. Ein Schild am Eingang weist auf das Betretenverbot hin, was auf rechtliche Bedenken, insbesondere haftungsrechtlicher Natur, zurückzuführen ist. Dies hat dazu geführt, dass Teile der Anlage inzwischen etwas verwildert wirken. Dennoch bleibt der Garten ein bemerkenswertes Beispiel privater Gartenkunst in der Region.

Das Museum für Lokalgeschichte, wie es in der Kategorisierung benannt wird, spiegelt weniger eine institutionelle Sammlung wider, sondern vielmehr die persönliche Vision seines Schöpfers wider. Es ist ein Ort, der die Verbindung von Geschichte, Kunst und Landschaft verkörpert. Obwohl nicht jedermann Zugang erhält, ein Blick von außen – die Anlage ist von der Straße aus gut einsehbar und hinterlässt einen bleibenden Eindruck durch ihre monumentale Ästhetik und detailreiche Ausführung.

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