Denkmal/Gedenkstätte

Flugzeugabsturz 1961

91338 Weißenohe

Highlights

  • Am 28. März 1961 stürzte eine Iljuschin Il-18 der ČSA in der Nähe von Oberrüsselbach bei Nürnberg ab.
  • Das Flugzeug brach in der Luft auseinander und stürzte über einem etwa fünf Kilometer langen Trümmerfeld nieder.
  • Alle 52 Insassen, darunter viele Diplomaten, kamen ums Leben.

Tipps

  • Gedenktafel an einem Baum in Weißenohe informiert über den Flugzeugabsturz von 1961 mit 52 Todesopfern.
  • Der Ort ist direkt neben einem Feldweg erreichbar und bietet eine Sitzbank zur Ruhe.
  • Laut Erinnerungen von Dorfbewohnern war der Aufprall noch Stunden später spürbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Flugzeugabsturz 1961

Der Flugzeugabsturz von 1961 in Weißenohe im Landkreis Forchheim ist ein geschichtsträchtiger Ort, der an eine der größten Luftkatastrophen in der Region erinnert. Am späten Abend des 28. März 1961 stürzte eine Maschine der tschechoslowakischen Fluggesellschaft ČSA vom Typ Iljuschin Il-18 nahe der Gemeinde Oberrüsselbach ab, etwa einen Kilometer nordöstlich des Ortes. Alle 52 Insassen, darunter überwiegend Diplomaten, kamen bei dem Absturz ums Leben. Das Flugzeug war auf dem Weg von Prag nach Bamako und hatte mehrere Zwischenlandungen absolviert, bevor es kurz vor der Überfliegung von Nürnberg den Funkkontakt verlor und in einen steilen Sinkflug geriet.

Die Trümmer der Il-18 verteilen sich über ein fünf Kilometer langes Gebiet, wobei der Hauptaufprall in der Nähe von Oberrüsselbach erfolgte. Zeugen berichteten von einem lauten Heulen der Triebwerke, plötzlichem Sturzflug und Explosionen, bevor das Flugzeug verglühte. Der Absturz wurde durch einen Militärhubschrauber in der Nähe des heutigen Gedenkortes entdeckt. Die anschließenden Untersuchungen wurden von der Bundesrepublik Deutschland geleitet, während die Tschechoslowakei und die Sowjetunion als Beobachter fungierten. Aufgrund des Kalten Krieges gestaltete sich die Aufklärung schwierig, zumal Flugschreiber damals noch nicht verpflichtend installiert waren.

Heute erinnert eine Gedenktafel, die von einem Baum direkt am Absturzort getragen wird, an die Opfer des Unglücks. Die Tafel trägt die Inschrift: „Hier fanden am 28.3.1961 beim Absturz eines Flugzeugs 52 Menschen den Tod.“ Vor der Tafel steht eine Sitzbank, die den Ort der Erinnerung zugänglich macht. Obwohl der Standort selbst unspektakulär wirkt und sich direkt neben einem Feldweg befindet, hat er für viele Besucher eine tiefe emotionale Bedeutung. Einige Einheimische erinnern sich noch Jahrzehnte später an die Nacht des Absturzes, als das Dorf von Hilfsbereitschaft und Schock erfüllt war.

Der Flugzeugabsturz von 1961 steht exemplarisch für die Verkehrsgeschichte Bayerns und ist Teil der kollektiven Erinnerung der Region um Nürnberg. Die Ereignisse jener Nacht verdeutlichen die Risiken der damaligen Luftfahrt und hinterlassen eine eindringliche Mahnung an die Vergänglichkeit menschlichen Lebens. Der Gedenkort in Weißenohe ist ein stiller, aber bedeutungsvoller Zeuge dieser Tragödie und lädt zur Reflexion über die Opfer ein, die bei diesem schweren Unglück zu beklagen waren.

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