St. Ägidius
Highlights
- Die Pfarrkirche St. Ägidius in Grattersdorf ist eine spätgotische Saalkirche aus den Jahren 1536 bis 1539.
- Sie ist als Baudenkmal unter der Nummer D-2-71-123-2 in der Denkmalliste eingetragen.
- Der Kirchturm wurde im 19. Jahrhundert aufgestockt und beherbergt vier Glocken sowie einen spitzen Helm.
Tipps
- Die spätgotische Pfarrkirche St. Ägidius in Grattersdorf wurde 1536 bis 1539 erbaut und ist als Baudenkmal geschützt.
- Im Chor der Kirche befindet sich eine Skulptur des Guten Hirten, die Sakristei ist an der Ostseite des Kirchturms gelegen.
- Der Turm wurde 1867 aufgestockt und beherbergt heute vier Glocken unterhalb der Klangarkaden.
Eigenschaften
Über St. Ägidius
Die Pfarrkirche St. Ägidius in Grattersdorf im Landkreis Deggendorf ist ein bedeutendes sakrals historisches Bauwerk im niederbayerischen Raum. Der spätgotische Sakralbau wurde in den Jahren zwischen 1536 und 1539 errichtet und zählt heute zu den eingetragenen Baudenkmälern unter der Nummer D-2-71-123-2. Die Kirche gehört zum Dekanat Osterhofen im Bistum Passau und ist sowohl architektonisch als auch kunsthistorisch von besonderem Wert.
Der Kirchenbau besteht aus einem Langhaus sowie einem dreiseitig geschlossenen Chor im Osten. Am nördlichen Ende des Langhauses erhebt sich der Kirchturm, der im 19. Jahrhundert um ein Obergeschoss erweitert wurde. In diesem befindet sich der Glockenstuhl mit vier Kirchenglocken, die hinter den als Biforien gestalteten Klangarkaden untergebracht sind. Der Turm wird durch einen spitzen Helm zwischen den Uhr-Zifferblättern abgeschlossen. An der Ostseite des Turms grenzt die Sakristei an.
Das Innere der Kirche ist durchgehend mit Netzgewölben überspannt, die sowohl im Langhaus als auch im Chor eine eindrucksvolle Deckenstruktur bilden. Im Chorraum ist eine Skulptur des Guten Hirten untergebracht, die einen zentralen Motiv der christlichen Ikonographie darstellt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgestaltet: 1867 erfolgte die Aufstockung des Turms, 1951 wurde die neugotische Ausstattung entfernt und 1993 erfolgte eine Neugestaltung des Altarraums. Der Gewölbeschlussstein im Inneren datiert auf das Jahr 1539, während eine weitere Jahreszahl – 1811 – auf eine spätere Renovierung hinweist.
Die Pfarrkirche St. Ägidius steht im Zentrum des kirchlichen Lebens der Gemeinde Grattersdorf und wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Sie ist Teil des Pfarrverbands Lalling, der mehrere Filialkirchen in der Region betreut. Neben ihrer Funktion als Gotteshaus ist die Kirche ein kulturhistorisches Zeugnis der spätgotischen Baukunst in Niederbayern und wird in der Denkmalpflege als bemerkenswertes Beispiel sakraler Architektur des 16. Jahrhunderts geführt.