Gedenkstätte 13. Februar
Highlights
- Sie ist ein Ort der Bildung, Begegnung und Forschung mit Fokus auf Diktaturgeschichte, Menschenrechten und der Friedlichen Revolution.
- Das Gelände war von 1950 bis 1989 eine zentrale Haftstätte der Staatssicherheit in der ehemaligen Bezirksverwaltung Dresden-Loschwitz.
Tipps
- Audio-Guide nutzen, um die Geschichte unmittelbarer zu erfahren.
- Öffentliche Führungen besuchen, um vertiefte Einblicke zu erhalten.
- Schulgruppen können kostenfreie Projekttage zur Demokratiebildung buchen.
Eigenschaften
Über Gedenkstätte 13. Februar
Die Gedenkstätte 13. Februar in Dresden-Loschwitz, im Stadtteil Bautzner Straße, ist ein bedeutender Ort der Erinnerung, Bildung und Begegnung. Sie befindet sich im ehemaligen Gebäude der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, das während der DDR als politische Haftanstalt genutzt wurde. Heute erinnert die Gedenkstätte an die Opfer der politischen Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR, dokumentiert deren Schicksale und macht sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. Der Name des Ortes leitet sich vom Datum des Bombenangriffs auf Dresden ab, der eng mit der Geschichte des Areals und der Stadt verbunden ist.
Die Gedenkstätte versteht sich nicht nur als Mahnmal, sondern auch als Bildungseinrichtung, die sich intensiv mit den Ursachen, Strukturen und Methoden von Diktaturen sowie deren ideologischen Grundlagen auseinandersetzt. Durch Führungen, Workshops, Diskussionen und wechselnde Ausstellungen wird Besuchenden die Geschichte des Ortes anschaulich vermittelt. Ein besonderes Highlight ist der interaktive Rundgang sowie der Audio-Guide, der die Besucher in die Lage ehemaliger Gefangener versetzt und einen eindrucksvollen Einblick in das Leben unter der Diktatur gewährt. Die original erhaltenen Zellen und Räume vermitteln authentisch, wie das System der politischen Verfolgung funktionierte.
Mit einem Eintrittspreis von 8 Euro (ermäßigt 5 Euro) ist die Gedenkstätte für alle zugänglich, die sich mit der Geschichte der DDR und den Mechanismen politischer Repression auseinandersetzen möchten. Für Schulklassen und Gruppen bietet die Einrichtung ein umfangreiches Programm an Bildungsangeboten, darunter Projekttage, Lehrerfortbildungen und spezielle Führungen. Sächsische Schulen können zudem von einer Förderung durch den Freistaat profitieren. Neben den öffentlichen Führungen werden regelmäßig thematische Veranstaltungen angeboten, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen und historischen Zusammenhängen beschäftigen.
Die Gedenkstätte arbeitet eng mit Bildungsträgern, Museen, Archiven und Vereinen in Sachsen sowie in ganz Deutschland und den ostmitteleuropäischen Nachbarländern zusammen. Im Zentrum stehen dabei der Austausch mit Zeitzeugen, die Aufarbeitung der Geschichte der politischen Verfolgung und Opposition sowie die Transformation der ehemaligen Ostblockstaaten. Die Gedenkstätte ist zudem ein anerkannter Lernort und trägt durch ihre Arbeit maßgeblich zur politischen Bildung und demokratischen Erinnern bei.