NSG Suhrer See und Umgebung
Highlights
- Das NSG Suhrer See und Umgebung umfasst 270 Hektar nährstoffarmen See- und Waldlebensraum.
- Der Suhrer See ist wichtiges Rast- und Mausergebiet für störungsempfindliche Wasservögel.
- Im See leben seltene Unterwasserwiesen, die durch Algenverluste zunehmend gefährdet sind.
Tipps
- Bei Spaziergängen oder Radtouren im Naturschutzgebiet Suhrer See und Umgebung auf den Wegen bleiben und Ruhe bewahren, um störungsempfindliche Tierarten nicht zu gefährden.
- Müll vermeiden und bei Besuchen im Wald- und Seegebiet Abfälle mitnehmen – der Schutz gefährdeter Lebensräume hängt von Rücksichtnahme ab.
- Am See gibt es keine bewachten Badestellen – wer ins Wasser möchte, sollte sich über mögliche Gefahren informieren und vorsichtig sein.
Eigenschaften
Über NSG Suhrer See und Umgebung
Das Naturschutzgebiet (NSG) Suhrer See und Umgebung liegt im schleswig-holsteinischen Bösdorf und zählt zu den bedeutenden Schutzgebieten des Landes. Mit einer Fläche von rund 270 Hektar umfasst das Gebiet nicht nur den Suhrer See selbst, sondern auch den Großen Madebrökensee, den Kleinen Ukleisee sowie angrenzende Wälder und kleinere landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Suhrer See ist nährstoffarm und gilt als einer der artenreichsten Seen Schleswig-Holsteins. Er dient zahlreichen Wasservögeln wie der Reiherente, Schellente und Kolbenente als wichtiges Nahrungs-, Rast- und Mausergebiet von überregionaler Bedeutung.
Der See selbst ist für motorisierte Boote gesperrt, was zur Erhaltung der Ruhe und Un gestörtheit des Lebensraums beiträgt. Im Uferbereich lassen sich Fische beobachten, und an nicht überwachten Badestellen kann gebadet werden. Die Wasserqualität wird von Besucherinnen und Besuchern als besonders hoch eingeschätzt, was den Suhrer See zu einem der saubersten Seen der Region macht. Gleichzeitig zieht die klare Unterwasserwelt, darunter seltene Armleuchteralgen, Fachinteressierte und Naturliebhabende an.
Der umliegende Wald ist vielfältig und beherbergt unter anderem Brutplätze des Eisvogels, des Zwergschnäppers sowie verschiedener Spechtarten. Im Osten grenzt der Landesforst an, im Nordwesten befinden sich Waldflächen, die auf ehemaligen Truppenübungsplätzen entstanden sind und heute gezielt zu naturnahen Waldgesellschaften entwickelt werden. Der Hangbuchenwald ist als Naturwald dauerhaft aus der Nutzung genommen. Wander- und Radwege erschließen das Gebiet und bieten mehrere Aussichtspunkte, von denen aus der See und die umliegende Landschaft überblickt werden können.
Trotz der natürlichen Schönheit wird das Gebiet auch durch Besucher beeinträchtigt. In Teilen des Waldes häufen sich Müll und Hundehaufen, was den Eindruck einer idyllischen Natur trübt. Dennoch bleibt das NSG Suhrer See und Umgebung ein wichtiges Biotop und Lebensraum für bedrohte Arten, sowohl im Wasser als auch an Land. Die fortlaufende Betreuung und Dokumentation durch Naturschutzorganisationen trägt dazu bei, Veränderungen im Ökosystem frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen abzuleiten.