Katholische Filialkirche in Lohen
Highlights
- Die katholische Filialkirche St. Johannes Evangelist in Lohen ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk im Landkreis Roth.
- Der Chorturm stammt aus dem Mittelalter, das Langhaus wurde im 18. Jahrhundert angebaut.
- Die Kirche verfügt über einen klassizistischen Hochaltar, Rokoko-Seitenaltäre und eine historische Orgel mit fünf Registern.
Tipps
- Die Filialkirche St. Johannes Evangelist in Lohen ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk mit gotischem Chorturm und barocker Ausstattung.
- Besucher finden einen klassizistischen Hochaltar sowie Rokoko-Seitenaltäre und eine historische Orgel aus dem 18. Jahrhundert.
- Gottesdienste werden regelmäßig in der Filialkirche angeboten, aktuelle Termine sind online abrufbar.
Eigenschaften
Über Katholische Filialkirche in Lohen
Die Katholische Filialkirche in Lohen ist eine denkmalgeschützte Sakralanlage im Gemeindeteil Lohen des Marktes Thalmässing im Landkreis Roth in Mittelfranken, Bayern. Die Kirche, dem Heiligen Johannes Evangelist gewidmet, ist Teil der Pfarrei Untermässing, die zum Pfarrverband Greding gehört und im Dekanat Roth-Schwabach des Bistums Eichstätt angesiedelt ist. Als Baudenkmal unter der Nummer D-5-76-148-68 in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet, repräsentiert das Gebäude eine baugeschichtlich bedeutsame Zeugenschaft aus mehreren Epochen.
Das Bauwerk vereint verschiedene Baustile und Epochen in seiner Architektur. Die unteren Geschosse des Chorturms stammen aus dem Mittelalter. Im 18. Jahrhundert erfolgte ein Umbau, bei dem der Turm um ein zusätzliches Geschoss mit abgeschrägten Ecken erhöht wurde, das den Glockenstuhl beherbergt. Der Turm erhielt einen achtseitigen, spitzen Helm. Gleichzeitig wurde das Langhaus im Anbau an den Turm errichtet und mit einem Satteldach versehen. Diese bauliche Ergänzung prägte das äußere Erscheinungsbild der Kirche nachhaltig.
Das Innere der Kirche gliedert sich in Langhaus und Chor, wobei beide Räume sowie das Erdgeschoss des Chorturms mit Flachdecken versehen sind. Der Hochaltar ist ein Werk des späten 18. Jahrhunderts und zeigt klassizistische Stilmerkmale. Die beiden Seitenaltäre datieren hingegen in die Zeit des Rokoko. Die Kanzel wurde um das Jahr 1720 errichtet. Gegenüber dem Altar befindet sich auf der Empore eine Orgel mit fünf Registern auf einem Manual und Pedal. Das mechanische Schleifladeninstrument wurde 1935 durch die Orgelbauanstalt Josef Bittner umfassend umgebaut; der ursprüngliche Erbauer sowie das genaue Baujahr sind nicht überliefert.
Die Filialkirche St. Johannes Evangelist steht in enger Verbindung zur regionalen Kirchenlandschaft und bildet einen kulturellen sowie religiösen Ankerpunkt innerhalb der Gemeinde Lohen. Ihre architektonischen und kunsthistorischen Elemente machen sie zu einem beachtenswerten Zeugnis kirchlicher Baukunst in Mittelfranken. Die Kirche wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt und bleibt ein aktiver Ort des Glaubens und der Gemeinschaft im ländlichen Raum des Landkreises Roth.