Der breite Eschel
Highlights
- Das Naturschutzgebiet „Der breite Eschel“ liegt in Kempen und umfasst 3,39 Hektar.
- Geschützt werden hier Feuchtlebensräume mit seltenen Pflanzen- und Tierarten entlang eines Gewässers.
- Das Gebiet umfasst Flutrasen, einen Privatteich und einen begradigten Bach mit artenreichen Ufervegetation.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet „Der breite Eschel“ liegt im Norden des Kreises Viersen und umfasst ein beweidetes Grünland sowie einen Privatteich und den Springbach.
- Gefährdete Arten wie die Pokal-Azurjungfer oder seltene Pflanzen wie die Ufer-Segge finden hier Lebensraum.
- Ein Verbot besteht für das Einbringen von Stoffen, die die Gewässerproduktivität verändern, einschließlich Kalkdüngung.
Eigenschaften
Über Der breite Eschel
Der breite Eschel ist ein Naturschutzgebiet im Stadtgebiet von Kempen-Sankt Hubert im Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen. Es liegt im Norden des Kreises und östlich des Naturschutzgebietes Schlootkuhlen. Das rund 3,4 Hektar große Schutzgebiet umfasst ein Flutrasen, einen Privatteich sowie Abschnitte des begradigten Springbachs. Die Flächen sind geprägt durch eine Mischung aus beweidetem Grünland, Feuchtlebensräumen und einzelnen Gehölzstrukturen. Seit der rechtswirksamen Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet dient der Erhalt der natürlichen Gewässerstrukturen und artenreichen Uferbereiche als zentrales Schutzziel.
Im Schutzgebiet dominieren Feuchtgrünlandflächen, darunter ein Flutrasen, der seltene Pflanzenarten wie das Mäuseschwänzchen, die Krötenbinse und den Ackerfrauenmantel beherbergt. Ein bis zu 13 Meter tiefer trapezförmiger Teich nimmt einen Großteil der Fläche ein. Die Wasseroberfläche ist teilweise mit Seerosen bedeckt, am Ufer wachsen Seggen sowie verschiedene Röhrichtarten. Der entlang des Gebiets verlaufende Springbach ist von Hochstaudenfluren und Nasswiesen begleitet. Diese Strukturen bieten Lebensraum für verschiedene gefährdete Tierarten, darunter mehrere seltene Libellenarten sowie die Kurzflüglige Schnarrschrecke.
Die Gehölzanteile im Gebiet setzen sich hauptsächlich aus heimischen Laubgehölzen wie Eschen, Weiden und Erlen zusammen. Teilweise wurden auch nicht-heimische Baumarten wie Robinie und Berg-Ahorn angepflanzt, deren Anteil im Zuge der Entwicklung des Gebiets reduziert werden soll. Im westlichen Teil des Schutzgebiets steht ein kleines Gebäude mit Garten, umgeben von alten Silberweiden. Die Erhaltung und Optimierung der Feuchtlebensräume sowie die Reduzierung von Fremdpflanzungen sind langfristige Ziele zur Sicherung der ökologischen Funktion des Gebiets.
Das Naturschutzgebiet Der breite Eschel weist eine hohe Bedeutung für den regionalen Biotopverbund auf. Durch die Vielfalt an Nass- und Feuchtstandorten sowie die unbelastete Gewässerstruktur trägt es zum Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten bei. Dazu gehören unter anderem der Wasser-Hahnenfuß, die Sumpfblättrige Laichkresse und das seltene Gefärbte Laichkraut, das bei Tauchuntersuchungen im Teich nachgewiesen wurde. Die Flächen sind Teil eines kulturgeprägten Auengebietes und bieten aufgrund ihrer strukturellen Vielfalt wichtige ökologische Funktionen im Landschaftsraum des Kreises Viersen.