Denkmal/Gedenkstätte

Georgsbrunnen

Buttermarkt 19, 47906 Kempen

Tipps

  • Der Georgsbrunnen auf dem Buttermarkt erinnert seit 1912 an im Deutsch-Französischen Krieg gefallene Soldaten.
  • Die Skulptur zeigt den heiligen Georg, der den Teufel besiegt – ein Motiv mit historischer und religiöser Symbolik.
  • Der Brunnen steht unauffällig im Stadtbild von Kempen und lädt zum stillen Gedenken ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Georgsbrunnen

Der Georgsbrunnen zählt zu den bedeutenden kulturellen Denkmälern der Stadt Kempen im Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen. Als historische Sehenswürdigkeit erinnert er nicht nur architektonisch an die Vergangenheit, sondern vermittelt auch einen Einblick in die Geschichte der Region. Der Brunnen steht seit langem auf dem Buttermarkt und bildet sowohl ein städtebauliches als auch ein kulturhistorisches Zentrum der Stadt.

Das Monument erinnert an die Soldaten aus Kempen, die in einem früheren Kriegsereignis ihr Leben verloren. Dargestellt ist der heilige Georg, der in der christlichen Ikonographie für den Sieg des Guten über das Böse steht. In seiner rechten Hand hält er einen Speer, mit dem er einen Drachen – als Symbol des Teufels – besiegt. Diese Darstellung verweist auch auf die Verbindung zu anderen europäischen Kulturkreisen, da der heilige Georg unter anderem der Schutzheilige Englands ist.

Seit mehr als einem Jahrhundert prägt der Brunnen das Stadtbild. Die Anlage wurde zu Ehren derjenigen Kempener errichtet, die im Deutsch-Französischen Krieg fielen. Damit übernimmt das Denkmal eine wichtige Funktion der Erinnerungskultur und zeigt, wie lokale Geschichte mit überregionalen geschichtlichen Ereignissen verknüpft ist. Die Gestaltung des Brunnens spiegelt den zeitgenössischen Stil seiner Entstehungszeit wider und zeugt von handwerklichem Können sowie symbolischer Absicht.

Der Georgsbrunnen wird in touristischen Bewertungen positiv erwähnt und gilt als ruhiger, unaufdringlicher Ort innerhalb des städtischen Raums. Besucher beschreiben ihn als eine gedankenvolle Erscheinung, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügt. Die zentrale Lage auf dem Buttermarkt macht ihn leicht zugänglich und sichtbar, ohne dass er den Eindruck erweckt, besonders auf sich aufmerksam zu machen.

Als Teil der kulturellen Infrastruktur Kempens trägt der Georgsbrunnen zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei. Gleichzeitig dient er als Mahnmal und erinnert an die Opfer vergangener Kriege. In seiner Formgebung und Symbolik spiegelt sich der Geist der Zeit wider, in der er entstand, und erlaubt gleichzeitig eine Verbindung zur Gegenwart.

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