Heimatverein Hüls
Highlights
- Der Heimatverein Hüls betreibt seit 1997 in den Hülser Heimatstuben (Konventstraße 13) ein Museum mit Archiv und Foto-Sammlung zur Ortsgeschichte.
- Im Museum werden vier Themenbereiche gezeigt: Leben im 19. Jh., Keramik-Ausstellung, sakrale Exponate der Konventskirche und historische Siedlungsentwicklung ab dem 12. Jh.
- Der Verein organisiert Ortsrundgänge (z. B. „Historisches Hüls“) und führt durch die Hülser Burg-Ruinen sowie das denkmalgeschützte Josten-Haus (erbaut 1855).
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Hülser Heimatstuben.
- Im Erdgeschoss wird das Alltagsleben im Hüls des 19. Jahrhunderts mit authentischen Exponaten und historischen Gegenständen präsentiert.
- Die Verbindung zwischen Heimatstuben, Konventskirche und Außenanlagen bildet ein geschlossenes Museumszentrum mit thematisch aufbereiteten Ausstellungen.
Eigenschaften
Kultur & Museum in Hüls (Krefeld) entdecken
Der Heimatverein Hüls in Krefeld bewahrt und präsentiert das kulturelle Erbe des historischen Ortes Hüls in einem einzigartigen Museumszentrum. Seit 1997 unterhält der Verein in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1855 – ursprünglich erbaut von Bürgermeister Stephan Anton Josten und seinem Bruder, dem Lehrer Theodor Josten – die „Hülser Heimatstuben“. Diese Räumlichkeiten bieten einen konzentrierten Überblick über die regionale Geschichte und eine Fülle an volks- und ortskundlichen Sammlungen.
Das Museum ist Teil eines kleinen, aber fein aufeinander abgestimmten Zentrums, das sich über die Heimatstuben, die Konventskirche mit sakralen Exponaten und einen modernen Wintergarten erstreckt. Besonders hervorgehoben wird hier die Keramik-Ausstellung, während das Erdgeschoss mit dem Leben im alten Hüls – insbesondere im 19. Jahrhundert – vertraut macht. Die Verbindung von historischem Bauwerk und moderner Aufbereitung schafft eine ansprechende Atmosphäre für Besucher.
Hüls selbst hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1112 zurückreicht, als erstmals das Geschlecht der Herren von Hüls urkundlich erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zur selbstständigen Herrlichkeit mit eigenem Schöffengericht. Die Hülser Burg, deren Ruinen noch heute erhalten sind, wurde ab 1455 von Friedrich von Hüls errichtet. Im 16. Jahrhundert entstand nördlich des Fleckens entlang der Hülsisch-Moersischen Straße eine eigene Siedlung, die zeitweise Zuflucht für Reformierte, Mennoniten und Juden bot – eine Vielfalt, die auch das kulturelle Leben des Ortes prägte.
Ein besonderes Highlight ist der jährliche Ortsrundgang „Historisches Hüls“, der im Rahmen des Frühlingsfestes stattfindet. Hier führt der langjährige Vereinsmitglied Karl Heußen durch die ältesten Häuser am Hülser Markt und erzählt von mittelalterlichen Ereignissen, lokalen Familien und der Entwicklung des Ortes. Der Rundgang verbindet die Heimatstuben mit der Hülser Burg und bietet so einen lebendigen Einblick in die Vergangenheit.
Mit einem umfangreichen Archiv und einem Fotoarchiv sichert der Heimatverein das kulturelle Gedächtnis Hüls. Die Kombination aus originalem Wohnhaus, sakralen Räumen und thematisch gestalteten Ausstellungen macht die „Hülser Heimatstuben“ zu einem wichtigen Ort für Geschichtsinteressierte und alle, die sich für die regionale Identität begeistern. Das Museum ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Ortes.