Denkmal/Gedenkstätte

Klosterscheune

Wolgaster Landstraße, 17491 Greifswald

Highlights

  • Die Klosterruine Eldena (auch Klosterscheune genannt) entstand als Zisterzienserkloster im 13. Jahrhundert und war bis 1533 aktiv, bevor sie verfiel.
  • Caspar David Friedrichs Gemälde machten die Ruine zum Symbol der romantischen Kunst und prägten ihre Bedeutung als Backsteingotik-Wahrzeichen auf der europäischen Route.
  • Als Keimzelle der Stadt Greifswald verbindet die Ruine mittelalterliche Architektur mit Natur und ist heute ein zentrales historisches Wahrzeichen der Region.

Tipps

  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern die Erkundung der historischen Anlage ohne Hindernisse, insbesondere durch den rollstuhlgerechten Ostflügel.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Klosterscheune Greifswald: Kulturdenkmal-Ausflug

Die Klosterscheune in Greifswald ist ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Backsteinarchitektur und ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region. Als Teil des ehemaligen Zisterzienserklosters Eldena, das im 13. Jahrhundert als Filiale des Klosters Esrom entstand, verkörpert die Scheune die Verbindung von klösterlicher Tradition und handwerklicher Baukultur. Das Kloster Eldena, das bis zur Reformation im 16. Jahrhundert bestand, verfiel nach seiner Auflösung und wurde später durch die romantische Kunstbewegung neu entdeckt.

Besonders prägend war die Wirkung des in Greifswald geborenen Malers Caspar David Friedrich, der die Klosterruine Eldena – und damit auch die Klosterscheune – als Symbol der mittelalterlichen Backsteingotik und als Inspirationsquelle für seine Werke nutzte. Durch Friedrichs künstlerische Interpretation wurde das Ensemble zu einem Wahrzeichen der romantischen Architekturtheorie und zog die Aufmerksamkeit der frühen deutschen Denkmalpflege auf sich. Heute zählt die Klosterscheune als Teil der „Europäischen Route der Backsteingotik“ zu den bekanntesten historischen Stätten der Universitäts- und Hansestadt.

Die Klosterscheune steht exemplarisch für die Bauweise mittelalterlicher Klöster, bei denen funktionale Scheunen und Wohngebäude oft in einem architektonischen Gesamtkonzept vereint waren. Ihr Erhalt und ihre Restaurierung spiegeln den Wert, den die Region der Bewahrung solcher Zeugnisse mittelalterlicher Geschichte beimisst. Als Teil des historischen Ensembles Eldena bietet sie Einblicke in die klösterliche Lebenswelt vergangener Jahrhunderte und verbindet sich mit der lebendigen Geschichte Greifswalds, das sich aus einer solchen Keimzelle heraus entwickelte.

Für Besucher bietet die Klosterscheune nicht nur einen Einblick in die Baugeschichte, sondern auch eine Verbindung zur kulturellen Identität der Stadt. Durch geführte Touren und Veranstaltungen – wie Konzerte oder historische Vorträge – wird das Ensemble lebendig und zugänglich gemacht. Die Scheune steht damit für den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der Greifswald als Stadt mit einer reichen historischen Tradition und einer lebendigen Kulturlandschaft auszeichnet.

Als Teil des kulturellen Erbes der Region unterstreicht die Klosterscheune die Bedeutung der Backsteingotik an der Ostseeküste und ihre Verbindung zu den Klöstern, die einst als Zentren des geistlichen und handwerklichen Lebens dienten. Sie lädt dazu ein, die Geschichte Greifswalds nicht nur als Stadt, sondern als Teil eines größeren kulturellen Netzwerks zu begreifen – geprägt von Architektur, Kunst und regionaler Identität.

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