Katholische Filialkirche St. Benedikt
Highlights
- Die Katholische Filialkirche St. Benedikt in Geretsried-Gelting ist eine frühbarocke Saalkirche aus dem 17. Jahrhundert.
- Sie gehört zur Kirchengemeinde St. Andreas Wolfratshausen und steht unter Denkmalschutz.
- Die Kirche beherbergt drei barocke Altäre mit Werken von Lucas Herle und Georg Wunderl sowie Apostelfiguren von Johann Krinner.
Tipps
- Die frühbarocke Architektur und die drei historischen Altäre von 1653 bis 1668 sind sehenswert.
- Der Glockenturm bietet bei Besichtigung eine beeindruckende Aussicht auf die Berge.
- Die Kirche eignet sich für Gottesdienste, Hochzeiten und Konzerte in ruhiger Umgebung.
Eigenschaften
Über Katholische Filialkirche St. Benedikt
Die Katholische Filialkirche St. Benedikt befindet sich im Gemeindeteil Gelting der Stadt Geretsried im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Bayern. Die frühbarocke Saalkirche wurde zwischen dem Jahr 1631 und 1649 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Sie gehört zur Kirchengemeinde St. Andreas Wolfratshausen. An gleicher Stelle existierten bereits zwei frühere Kirchenbauten, der älteste urkundlich erwähnt aus dem Jahr um 1300. Das Untergeschoss des Kirchturms stammt vom Chorturm einer spätgotischen Kirche aus dem Jahr 1532. Der Bau verzögerte sich aufgrund des Schwedeneinbruchs im Jahr 1632. Die Kirche verfügt über ein markantes, stark eingezogenes Langhaus mit einem einjochigen Chor und einem westlich anschließenden vierjochigen Hallenbau. Das Innere zeigt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen, während der Chor ein Stichkappengewölbe aufweist. Im Turmbereich wurde 1659/60 ein oktogonaler Aufbau mit Zwiebelkrönung errichtet, der 1708 durch einen Blitzschlag zerstört wurde.
Die Ausstattung der Kirche umfasst drei bemerkenswerte barocke Altäre, die zwischen 1653 und 1668 entstanden. Die Holzarbeiten stammen von Lucas Herle, die Skulpturen von Georg Wunderl. Der Hochaltar zeigt den Heiligen Benedikt mit den knienden Heiligen Antonius und Maria Magdalena. Außen an den Säulen befinden sich die Figuren der Heiligen Nikolaus und Erasmus. Der linke Seitenaltar zeigt eine Thronende Mondsichelmadonna mit den Heiligen Anna und Joachim sowie den Märtyrerinnen Katharina, Elisabeth und Barbara. Der rechte Seitenaltar ist dem Heiligen Sylvester gewidmet, flankiert von Petrus und Paulus. Weitere wichtige Elemente sind die Kanzel aus dem Jahr 1690 mit Evangelistenstatuetten von Anton Krinner sowie ein Kruzifix mit der Schmerzhaften Muttergottes von Georg Wunderl. Ein bemerkenswertes Deckenfresko im Langhaus zeigt die thronende Maria mit dem Kind in der Glorie Gottes.
Die Kirche wird gelegentlich für Gottesdienste genutzt, wobei Besucher auch die Möglichkeit haben, den Glockenturm zu besteigen, von dem aus eine Aussicht auf die umliegenden Berge möglich ist. Gäste loben die ruhige Atmosphäre und die eindrucksvolle Architektur, die besonders bei Hochzeiten oder Konzerten zum Tragen kommt. Die Pflege und der Erhalt der Kirche erfolgen durch die zuständige Pfarrei, wobei der Kirchenpfleger für Gelting namentlich benannt ist. Die Filialkirche St. Benedikt gilt als kulturelles und sakrals historisches Zeugnis der Region und zieht sowohl Gläubige als auch Interessierte an.