Kirche/Kloster

Heilig Kreuz

Bahnhofstraße 53, 19258 Boizenburg/Elbe

Highlights

  • Die Katholische Kirche Heilig Kreuz in Boizenburg/Elbe wurde 1928 geweiht und ist seit 1968 eigenständige Pfarrei.
  • 1930 entstand ein Schwesternhaus mit Kindergarten, betrieben bis 2003 von Ordensschwestern des hl. Namens Mariens.
  • Nach 1945 stieg die Gemeinde durch Zuwanderung katholischer Heimatvertriebener und Umsiedler deutlich an.

Tipps

  • Besucher finden die Kirche Heilig Kreuz am Ende des Bahnhofviertels in Boizenburg/Elbe.
  • Die Kirche verfügt über eine besondere Atmosphäre für spirituelle Verbundenheit.
  • Interessierte können an Gottesdiensten teilnehmen, die zweimal monatlich stattfinden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Heilig Kreuz

Die Katholische Kirche Heilig Kreuz in Boizenburg/Elbe ist ein sakraler Ort mit einer Geschichte, die eng mit der Entwicklung der Stadt und der katholischen Gemeinde vor Ort verknüpft ist. Die Kirche wurde in den Jahren vor der Mitte des 20. Jahrhunderts am Ende des Bahnhofviertels erbaut, nachdem die katholische Gemeinde in der Region wuchs. Ursprünglich hielten Priester aus Schwerin Gottesdienste für katholische Arbeitnehmer der örtlichen Fliesenwerke ab. Das Grundstück für den Kirchenbau stiftete der damalige Werkbesitzer Duensing. Die Kirche wurde einige Jahre nach Fertigstellung geweiht und entwickelte sich zu einem zentralen Ort des Glaubenslebens in der Gemeinde.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde 1930 ein Schwesternhaus mit Kindergarten errichtet, das bis heute von großer Bedeutung ist. Ordensschwestern vom heiligen Namen Mariens aus Osnabrück übernahmen wichtige Aufgaben in der Gemeinde und wirkten dort bis ins frühe 21. Jahrhundert. Nach 1945 kamen viele Heimatvertriebene und Umsiedler nach Boizenburg, darunter auch viele katholische Christen, was das kirchliche Leben vor Ort weiter stärkte. Auch unter den Bedingungen der DDR erlebte die Gemeinde um die Kirche Heilig Kreuz Herausforderungen, die das Gemeindeleben prägten.

In den 1970er Jahren wurde die Kirche umfassend umgebaut und restauriert. Dabei entstand eine neue Altarwand sowie eine kleine Kapelle für Wochentagsveranstaltungen. Der freistehende Altarblock wurde von einem örtlichen Steinmetz gefertigt, während ein Künstler aus Penzlin neue Gestaltungselemente aus Bronze beisteuerte. Um die Helligkeit im Innenraum zu verbessern, wurden die ursprünglich bemalten Glasfenster durch unbemalte ersetzt. In den folgenden Jahren kamen weitere Gebäude wie ein Pfarrhaus und ein Gemeindehaus hinzu, letzteres durch Eigenleistung der Gemeindemitglieder errichtet.

Die Kirche Heilig Kreuz hat auch kleinere Zwischenfälle überstanden, etwa einen leichten Brand im Jahr 2000, bei dem eine Weihnachtskrippe zerstört wurde. Dennoch blieb das Gebäude weiterhin ein Ort der Kraft und des Zusammenkommens. Im Jahr 2011 wurde die Gemeinde in eine Filialgemeinde von Wittenburg eingegliedert, ehe sie später Teil der Pfarrei Heilige Edith Stein wurde, die heute mehrere Gemeinden im pastoralen Raum vereint. Die Kirche steht weiterhin im Zentrum des kirchlichen Lebens und wird von Besuchern als ein Ort wahrgenommen, der mit positiver Energie und spiritueller Tiefe verbunden ist.

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