Kulturschmiede
Highlights
- Die Kulturschmiede in Greven ist ein Veranstaltungsraum in einer ehemaligen Baumwollspinnerei.
- Der Standort bietet einen rollstuhlgerechten Eingang sowie rollstuhlgerechte Parkplätze.
- Seit 1998 dient die Anlage als Ort für Kultur- und Bildungsarbeit.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz sowie ein barrierefreier Eingang erleichtern den Zugang zum Gebäude.
- Die Architektur spiegelt die historische Nutzung als ehemalige Baumwollspinnerei wider.
Eigenschaften
Kultur und Theater in Greven: Kulturschmiede
Die Kulturschmiede in Greven ist ein markantes Beispiel für den nachhaltigen Wandel einer Industrieanlage in einen öffentlichen Raum für Kultur und Bildung. Wo einst die Grevener Baumwollspinnerei (GBS) ihren Sitz hatte, ist heute ein lebendiges Zentrum entstanden, das die industrielle Tradition mit moderner gesellschaftlicher Arbeit verbindet. Die Anlage wurde ursprünglich von Kaufleuten gegründet und über ein Jahrhundert lang in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Ems-Verlauf betrieben. Nach einem Brand und einem grundlegenden Wiederaufbau durch den Architekten Philipp Jakob Manz prägten die Gebäude lange Zeit das lokale Bild.
Mit der Eröffnung der Kulturschmiede wurde eine neue Ära in der Kultur- und Bildungsarbeit Grevens eingeleitet. Der Umbau der ehemaligen Fabrik bestand aus mehreren Phasen und wurde durch die Fertigstellung des Kesselhauses sowie der Karderie abgeschlossen. Die Namen dieser Gebäudeteile erinnern bis heute an ihre ursprüngliche industrielle Funktion. Heute dient das Ensemble als vielseitiger Veranstaltungsraum, der sowohl Künstlern aus dem lokalen Raum als auch national bekannten Akteuren eine Plattform bietet.
Das Zentrum beherbergt bedeutende Träger der Bildungsarbeit, wie die Musikschule und die Volkshochschule, die Menschen aller Altersgruppen ansprechen. Zudem unterstützt die Lebenshilfe im Kreis Steinfurt seit über 25 Jahren Menschen mit geistiger Behinderung innerhalb der Anlage. Das Ballenlager und die Kulturschmiede selbst fungieren als Orte der Kreativität und Begegnung, wodurch die ehemalige Privatwirtschaft in öffentliche Hand überführt wurde.
Die historische Bedeutung des Ortes wird durch das Stadtarchiv gewahrt, dem die Dokumente des Firmenarchivs nach der Auflösung des Unternehmens übergeben wurden. Besondere Highlights der Nutzung sind künstlerische Beleuchtungen der Fassaden und des charakteristischen Schornsteins, der als Wahrzeichen der GBS gilt. Die Kulturschmiede ist zudem barrierefrei zugänglich und verfügt über einen rollstuhlgerechten Eingang sowie entsprechende Parkplätze, um allen Besuchern den Zugang zu den kulturellen Angeboten zu ermöglichen.