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Rottbusch

48268 Greven

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Rottbusch in Greven schützt einen feuchten Eichen-Hainbuchenwald mit reichhaltiger Krautschicht.
  • Die Fläche von 15,9 Hektar umfasst auch morphologische Strukturen wie Wälle und wasserführende Gräben.
  • Das Gebiet ist Teil eines Waldbiotopverbundes und dient dem Schutz seltener Waldarten und Lebensräume.

Tipps

  • Beim Besuch des NSG Rottbusch in Greven ist auf die feuchten Eichen-Hainbuchenwälder und deren reichhaltige Krautschicht zu achten.
  • Die Erhaltung von Totholz und die Vermeidung von Störungen in der Waldstruktur sind vor Ort besonders wichtig.
  • Für artenreiche Beobachtungen eignen sich lichtere Waldstellen mit Clematisbewuchs und strukturreichen Biotoptypen.

Eigenschaften

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Über Rottbusch

Der Rottbusch ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Greven, gelegen im Kreis Steinfurt. Das rund 16 Hektar große Schutzgebiet erstreckt sich über einen zusammenhängenden Waldkomplex, der maßgeblich aus einem feuchten Eichen-Hainbuchenwald besteht. Diese Waldgesellschaft ist durch eine besonders artenreiche Krautschicht und morphologische Kleinstrukturen wie Wälle sowie periodisch wasserführende Gräben geprägt. Die Schutzausweisung erfolgte, um diese lebensraumtypischen Strukturen langfristig zu erhalten und vor Beeinträchtigungen zu schützen.

Im Rottbusch dominieren überwiegend mittelalte bis alte Baumbestände, wobei der Kronenschluss weitgehend geschlossen ist. Lichtere Bereiche entstehen durch einzelne Eschen und kleinere Aufforstungen, die zur Vernetzung des Waldgebiets beitragen. Die Strauch- und Krautschicht ist vielfältig und weist typische Arten des mitteleuropäischen Laubmischwalds auf. Dazu gehören unter anderem Waldhyazinthe, Buschwindröschen und Lungenkraut. Auffallend ist zudem das Vorkommen von Clematis im Waldmantel sowie eine beachtliche Totholzdynamik, die für die Lebensräume vieler Waldarten essentiell ist.

Das Naturschutzgebiet ist Teil eines größeren Waldbiotopverbundes, der sich vom Vorbergshügel bis in den Kreis Steinfurt erstreckt. Dadurch gewinnt der Rottbusch eine zentrale Bedeutung für den Erhalt mobiler Waldarten. Im Schutzstatus sind neben dem Hauptareal auch kleinere angrenzende Waldparzellen erfasst, während weitere Flächen nördlich und südlich aktuell noch nicht vollständig einbezogen sind. Bestrebungen zur Erweiterung des Schutzgebiets zielen darauf ab, diese Lücken zu schließen und die ökologische Funktionalität des Biotopverbundes weiter zu stärken.

Die Lebensraumtypen des Rottbusch sind gemäß EU-Vorgaben als hochwertig einzustufen. Neben dem Eichen-Hainbuchenwald treten auch Elemente des Waldmeister-Buchenwalds auf. Im Rahmen der biologischen Vielfalt wurden zahlreiche Pflanzenarten nachgewiesen, darunter sowohl weit verbreitete Waldpflanzen als auch seltener vorkommende Arten der Roten Liste Nordrhein-Westfalens. Diese Vielfalt unterstreicht die Bedeutung des Rottbusch als Refugium für heimische Waldlebensgemeinschaften in einer sich verändernden Landschaft.

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