Denkmal/Gedenkstätte

Kriegsdenkmal

41517 Grevenbroich

Highlights

  • Das Kriegerdenkmal in Grevenbroich erinnert an die Gefallenen der Einigungskriege 1864, 1866 und 1870/71.
  • Errichtet 1907 nach Entwürfen von Bildhauer Joseph Hammerschmidt, steht es heute auf dem Platz der Deutschen Einheit.
  • Das mehr als 3 Meter hohe Denkmal aus Basalt zeigt einen Veteranen, der einen Kranz niedelegt, sowie einen Adler mit Kriegsbeute.

Tipps

  • Das Kriegerdenkmal in Grevenbroich befindet sich auf dem Platz der Deutschen Einheit, ehemals Siegesplatz, direkt im Zentrum der Stadt.
  • Die Bronzetafeln am Denkmal tragen die Namen der Gefallenen aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 sowie ergänzend Opfer aller Kriege und der NS-Zeit.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kriegsdenkmal

Das Kriegsdenkmal in Grevenbroich zählt zu den bedeutenden kulturellen Gedenkstätten im Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen. Es wurde auf Initiative des Kreiskriegervereins Grevenbroich und nach Entwürfen des Düsseldorfer Bildhauers Joseph Hammerschmidt errichtet und ist seit 1907 ein zentraler Ort der Erinnerung. Ursprünglich auf dem Siegesplatz errichtet, trägt das Denkmal heute auch den Namen „Platz der Deutschen Einheit“, benannt nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990.

Das mehr als fünf Meter hohe Denkmal besteht aus grauem Basaltstein und zeigt eine Reihe symbolischer Elemente. Auf einer zweistufigen Basis ruht eine Pfeilerkonstruktion mit Säulenecken und einem Kapitell. Auf der Spitze thront ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der Kriegsbeute bewachend hält. Seitlich der Plattform steht die Gestalt eines Veteranen aus den Befreiungskriegen, der sich grüßend vor dem Denkmal beugt und mit der rechten Hand auf einen Krückstock gestützt einen Lorbeerkranz niederlegt. Diese Darstellung verweist auf die Verehrung der Gefallenen ohne direkte Kriegsverherrlichung.

Das Denkmal erinnert ursprünglich an die Toten der sogenannten Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71. Die Namen der gefallenen Soldaten aus der Region sind auf drei Bronzetafeln an den Seitenflächen eingraviert. Eine zusätzliche Bodentafel aus dem Jahr 1990 würdigt die Opfer aller Kriege sowie die Ermordeten und Vertriebenen unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Inschrift auf dieser Tafel unterstreicht den Mahncharakter des Denkmals und ruft zu Frieden zwischen den Völkern.

Die Finanzierung des Denkmals erfolgte durch Spenden der Bevölkerung und Zuschüsse verschiedener Kriegervereine. Die Gesamtkosten beliefen sich auf fast 30.000 Mark. Die feierliche Einweihung fand im September 1907 statt. Das Werk des Bildhauers Joseph Hammerschmidt weist stilistische Ähnlichkeiten mit seinem gleichfalls erhaltenen Moltke-Denkmal in Düsseldorf auf. Das Grevenbroicher Denkmal ist bis heute an seinem ursprünglichen Standort erhalten und wird regelmäßig gepflegt.

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