Torbogen d. eh. Burg Noithausen
Highlights
- Die Burg Noithausen wurde im 13. Jahrhundert von Ritter Wilhelm von Hochstaden erbaut.
- 1599 gelangte sie durch Heirat an die Herren von Gudenau.
- Der barocke Torbogen ist das einzige erhaltene Bauwerk der ehemaligen Burganlage.
Tipps
- Der Torbogen der ehemaligen Burg Noithausen ist ein barockes Rundbogenportal aus Trachytblöcken mit gedrehten Säulen und Allianzwappen, das um 1700 entstand.
- Die Anlage war Teil einer größeren Wasserburg, die ab dem 13. Jahrhundert bestand und nach 1962 bis auf den Torbogen abgerissen wurde.
- Der Torbogen steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal Nr. 39 in Grevenbroich gelistet.
Eigenschaften
Über Torbogen d. eh. Burg Noithausen
Der Torbogen der ehemaligen Burg Noithausen in Grevenbroich zählt zu den bedeutenden Zeugnissen der regionalen Baukultur und ist als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt unter der Nummer 39 verzeichnet. Das erhaltene Tor stammt aus dem 17. Jahrhundert und markiert den Eingangsbereich einer ehemaligen Wasserburg, deren Ursprünge jedoch bereits ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Die Bauweise des Tores verbindet Backsteinmauerwerk mit Trachytblöcken, was für die damalige Architektur typisch war.
Die ursprüngliche Burganlage wurde im Mittelalter errichtet und später mehrfach umgenutzt und umgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach, unter anderem kamen die Herren von Gudenau und später die Grafen von Schwerin in den Besitz des Anwesens. Um das frühere Herrenhaus wurde im Zuge der barocken Umbauten ein Wirtschaftshof errichtet, dessen Haupttor in Form des heute noch erhaltenen Rundbogentors mit gedrehten Säulen und gesprengtem Giebel geschaffen wurde. Das Tor ziert zudem ein Allianzwappen, das auf die damaligen Adelsverbindungen hinweist.
Die Burg selbst wurde im 20. Jahrhundert abgetragen, sodass heute lediglich der markante Torbogen als sichtbares Zeugnis der einst repräsentativen Anlage übrig geblieben ist. Die rückwärtige Seite des Tores ist in Backstein vermauert, was die spätere Bauweise und den Erhaltungszustand verdeutlicht. Der Torbogen steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ortsteil Noithausen und ist ein markanter Bestandteil der historischen Ortsstruktur.
Als Teil der Denkmalpflege in Nordrhein-Westfalen genießt der Torbogen einen hohen Erhaltungsstatus und wird regelmäßig dokumentiert. Die architektonischen Details wie die gedrehten Säulen und der gesprengte Giebel verdeutlichen den barocken Stil, während die verwendeten Materialien wie Trachyt und Backstein auf die regionalen Bautechniken verweisen. Die Anlage war einst von Wassergräben umgeben und bildete zusammen mit dem Herrenhaus und weiteren Wirtschaftsgebäuden eine geschlossene Burganlage.