Bibliothek der Bundeskunsthalle
Highlights
- Die Bibliothek dokumentiert Ausstellungen wie ‚Entartete Kunst‘, ‚Biennale di Venezia‘ oder ‚documenta‘ mit Originalkatalogen und Sekundärliteratur.
- Schwerpunkte sind Ausstellungsmanagement, -technik, Kunstvermittlung und Museumsgeschichte – inklusive historischer Vorgeschichte der Bundeskunsthalle.
- Archiv und Bildarchiv enthalten Plakate, Akten, Filme (Künstlerporträts, Ausstellungsdokus) sowie Fotos zu Aufbau, Hängung und Medienkonferenzen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Bibliothek mit rollstuhlgerechten Wegen und Aufzügen.
- Im klimatisierten Lesesaal stehen kostenlose Scanner sowie Audiokabinen für die Nutzung von Medien zur Verfügung.
- Das Bildarchiv bietet umfangreiche Fotos zu Ausstellungen, Architektur und historischen Dokumentationen für externe Recherchen an.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Bibliothek Bundeskunsthalle Bonn
Die Bibliothek der Bundeskunsthalle in Bonn ist eine einzigartige wissenschaftliche Einrichtung, die sich auf die Geschichte, Theorie und Praxis des Ausstellungswesens spezialisiert hat. Als zentraler Bestandteil der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland dokumentiert sie mit einem umfangreichen Bestand an Originalquellen und Sekundärliteratur bedeutende Ausstellungen wie die *Biennale di Venezia*, die *documenta* oder historische Schauen wie *Entartete Kunst*. Der Fokus liegt dabei auf Ausstellungskatalogen, aber auch auf Fachliteratur zu Ausstellungsmanagement, -technik und Kunstvermittlung. Besonders wertvoll ist die Sammlung zu kulturhistorischen Themen, die von klassischen Avantgarden bis zu zeitgenössischen Projekten reicht.
Das Archiv der Bundeskunsthalle bewahrt nicht nur Materialien wie Folder, Plakate oder Akten, sondern auch Modelle und Filmdokumentationen zu Ausstellungen und Künstlern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der ereignisreichen Vorgeschichte des Hauses selbst. Ergänzt wird das Angebot durch ein Bildarchiv, das die Geschichte der Bundeskunsthalle mit Fotos zu Ausstellungsaufbau, Eröffnungen und Medienkonferenzen dokumentiert. Beide Archive stehen auch externen Besuchern zur Verfügung und bieten Einblicke in die Entwicklung des Ausstellungswesens über Jahrhunderte.
Im klimatisierten Lesesaal können Nutzerinnen und Nutzer auf moderne Infrastruktur zurückgreifen: Internetplätze, Scanner, Audiokabinen und kostenlosen WLAN-Zugang stehen zur Verfügung. Zudem sind kunsthistorische Datenbanken und Medien zu Ausstellungsplanung oder Museumsmanagement abrufbar. Der Lesesaal ist damit nicht nur ein Ort der Recherche, sondern auch ein Raum für interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur.
Die Bundeskunsthalle selbst ist ein architektonisches Wahrzeichen Bonns, entworfen vom Wiener Architekten Gustav Peichl. Die markanten, zugespitzten Lichtkegel und die bepflanzte Dachlandschaft – die „fünfte Fassade“ – prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes. Das variable Raumkonzept ermöglicht sowohl Großausstellungen als auch intime Kabinettpräsentationen. Seit ihrer Eröffnung 1992 hat die Institution mit Themen wie Klimawandel (*Erdsicht*), Biodiversität (*Future Garden*) oder künstlerischen Avantgarden (*Max Liebermann*, *Kasimir Malewitsch*) internationale Aufmerksamkeit erregt.
Mit einem inklusiven Programm – inklusive barrierefreier Führungen und partizipativer Formate – setzt die Bundeskunsthalle auf Dialog und Zugänglichkeit. Die Bibliothek und ihr Archiv sind damit nicht nur für Fachpublikum, sondern auch für interessierte Laien ein Schatz an Wissen über die Geschichte und Zukunft der Ausstellungskultur.