Denkmal/Gedenkstätte

Ellen Oppenheimer

Mainzer Str. 8, 64521 Groß-Gerau

Highlights

  • Ellen Oppenheimer war eine jüdische Bürgerin von Groß-Gerau.
  • Sie lebte dort vor dem Zweiten Weltkrieg.

Tipps

  • Besucher finden das jüdische Leben in Groß-Gerau durch archäologische Funde und historische Dokumente rekonstruiert.
  • Die Ausstellung zeigt Alltagsgegenstände und Texte jüdischer Familien vor, während und nach der NS-Zeit.
  • Ein multimediales Angebot ergänzt die Dauerausstellung mit Hintergrundinformationen zur jüdischen Geschichte der Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ellen Oppenheimer

Ellen Oppenheimer ist eine historische Persönlichkeit, deren Leben und Schicksal eng mit der Stadt Groß-Gerau im hessischen Kreis Groß-Gerau verknüpft ist. Als jüdische Bürgerin erlebte sie die Zeit des Nationalsozialismus, die für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland mit massiver Verfolgung, Entrechtung und letztlich dem Versuch des nationalsozialistischen Regimes einherging, jüdisches Leben gänzlich zu vernichten. Ihr Schicksal spiegelt exemplarisch die Erfahrungen vieler jüdischer Familien in der Region wider, die bis dahin einen festen Teil der lokalen Gesellschaft darstellten.

Groß-Gerau war einst eine Stadt mit einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft, die über Jahrhunderte hinweg einen wesentlichen Beitrag zur Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft der Region geleistet hatte. Die Spuren dieser Gemeinschaft sind heute vielfach verwischt, doch durch lokale Forschungs- und Gedenkarbeit wird versucht, das Andenken an die Menschen wie Ellen Oppenheimer wachzuhalten. Ihre Geschichte ist Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung mit dem jüdischen Leben in der Stadt und der historischen Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber diesem Erbe.

Die Erinnerung an Ellen Oppenheimer steht im Kontext der Dokumentation jüdischer Biografien in Groß-Gerau. Lokale Initiativen und Forschungsprojekte haben sich zum Ziel gesetzt, die Lebenswege der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nachzuzeichnen, die durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft aus ihren Lebenszusammenhängen gerissen wurden. Diese Spurensuche umfasst sowohl die Rekonstruktion privater Schicksale als auch die Aufarbeitung der strukturellen Verfolgung, Entreignung und Deportation, die letztlich zahlreiche Menschen aus der Region betraf.

Als Denkmal kultureller Erinnerung erinnert Ellen Oppenheimer an die Vielfalt und Zugehörigkeit jüdischer Familien in der Region um Groß-Gerau. Ihr Name steht stellvertretend für viele unbekannte und bekannte Schicksale, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Ende fanden oder durch Vertreibung und Flucht geprägt wurden. Die Auseinandersetzung mit ihrer Biografie trägt dazu bei, das Bild der lokalen Geschichte zu vervollständigen und die Bedeutung jüdischer Lebenswelten für die Identität der Region sichtbar zu machen.

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