Großsteingrab Groß Labenz 1
Highlights
- Großsteingrab Groß Labenz 1 ist ein nord-süd orientiertes Megalithgrab im Rollsteinhügel bei Groß Labenz.
- Die Kammer des Grabes hat eine Länge von etwa 4 Metern und eine Breite von 2,2 Metern mit drei Joche und einem Schlussstein.
- Es entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. und wurde 1966 ausgegraben und restauriert.
Tipps
- Das Großsteingrab Groß Labenz 1 ist über einen Waldweg nördlich des Ortes erreichbar.
- Ein Besuch lohnt sich besonders bei trockenem Wetter, da der Weg durch den Wald stellenweise feucht sein kann.
- Vor Ort sind keine sanitären Einrichtungen vorhanden, daher ist eine eigene Verpflegung ratsam.
Eigenschaften
Ausflug zum Großsteingrab Groß Labenz 1 in Groß Labenz
Das Großsteingrab Groß Labenz 1, auch bekannt unter dem Namen „Kleiner Silberbusch“, zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt nördlich der Gemeinde Groß Labenz im Landkreis Nordwestmecklenburg und ist Teil einer landschaftlich reizvollen Region, die zahlreiche Zeugnisse der Urgeschichte beherbergt. Die Anlage gehört zu den Großsteingräbern der Trichterbecherkultur und entstand vermutlich zwischen dem 35. und 28. Jahrhundert vor Christus. Es ist eine der zwei benachbarten Megalithanlagen in der Gegend, die unter den Sprockhoff-Nummern 334 und 335 geführt werden.
Das Großsteingrab ist nord-südlich orientiert und in einen Rollsteinhügel eingebettet. Bei Ausgrabungen im Jahr 1966 durch Ewald Schuldt konnten wichtige architektonische Details dokumentiert und erhalten werden. Die Kammer misst etwa vier Meter in der Länge und 2,20 Meter in der Breite. Sie verfügte über drei Joche sowie einen Schlussstein an der nördlichen Schmalseite. Der Zugang zur Kammer befand sich im Süden, wobei unklar bleibt, ob ein Vorraum oder ein Windfang vorhanden war, da die entsprechenden Steine nicht mehr erhalten sind. Die Kammerdiele besteht aus Rotsandsteinplatten, die durch Feuereinwirkung eine charakteristische Rotfärbung erhielten. Ein Tragstein dürfte noch an seinem ursprünglichen Platz stehen, während weitere Deck- und Tragsteine oder deren Fragmente verschoben wurden.
Besonders erwähnenswert ist ein Deckstein, der drei Schälchen aufweist – typische Merkmale, die in der nordischen Megalitharchitektur vorkommen und möglicherweise rituelle Funktionen hatten. Solche Schälchensteine sind häufige Begleiterscheinungen bei Großsteingräbern und zeugen von den kultischen Praktiken der damaligen Bevölkerung. Die Anlage ist heute stark gestört, was auf natürliche Verwitterung sowie menschliche Eingriffe zurückzuführen ist. Dennoch bietet sie einen eindrucksvollen Einblick in die architektonischen und kulturgeschichtlichen Errungenschaften der Jungsteinzeit in der Region.
Das Großsteingrab Groß Labenz 1 ist ein geschütztes Kulturdenkmal und zieht Besucher an, die sich für die Archäologie und die frühe Geschichte Mitteleuropas interessieren. Es lädt zu einem kulturhistorischen Ausflug in die mecklenburgische Landschaft ein und vermittelt einen anschaulichen Eindruck von den Totenritualen und Bautechniken der Trichterbecherkultur. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das zweite Großsteingrab Groß Labenz 2, wodurch der Standort zu einem der bedeutenderen archäologischen Ensembles der Region zählt.
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Häufige Fragen zu Großsteingrab Groß Labenz 1
Wo befindet sich das Großsteingrab Groß Labenz 1?
Quelle: wikipedia
Wie wird das Großsteingrab Groß Labenz 1 auch genannt?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Großsteingrab Groß Labenz 1 ausgegraben?
Quelle: wikipedia
Zu welcher Kultur gehören die Großsteingräber in Groß Labenz?
Quelle: wikipedia
Welche Maße hat die Kammer des Großsteingrabs Groß Labenz 1?
Quelle: wikipedia