Denkmal/Gedenkstätte

Krummes Haus

Burg 1, 17094 Burg Stargard

Highlights

  • Das Krumme Haus auf der Burg Stargard wurde 1726 Schauplatz des letzten großen Hexenprozesses in Mecklenburg.
  • 1946 diente das Gelände als Landesjugendschule, später als Jugendherberge bis 1990.
  • Heute beherbergt das Krumme Haus einen historischen Kraut- und Wurzgarten sowie Veranstaltungsräume.

Tipps

  • Das Krumme Haus auf der Burg Stargard ist besonders sehenswert, wenn man sich für mittelalterliche Architektur und Geschichte interessiert.
  • Bei schönem Wetter lohnt sich der Aufstieg in den Burgturm für einen beeindruckenden Blick über die Feldberger Seenplatte.
  • Im Museum der Burg finden Besucher gut erhaltene Ausstellungsstücke, die Einblicke in das Leben im Mittelalter bieten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Krummes Haus

Das Krumme Haus auf der Burg Stargard ist ein markantes Zeugnis der wechselvollen Geschichte dieser einzigartigen Höhenburg im Norden Mecklenburg-Vorpommerns. Die Anlage zählt zu den ältesten weltlichen Bauwerken der Region und ist die nördlichste erhaltene Höhenburg Deutschlands. Das Krumme Haus selbst befindet sich innerhalb der Hauptburg und erlangte besonders durch historische Ereignisse im frühen 18. Jahrhundert eine gewisse Bekanntheit. Hier fand 1726 der letzte große Hexenprozess in Mecklenburg statt – ein dunkles Kapitel, das tief in die Geschichte der Burg und der Region eingeschrieben ist.

Die Baustruktur des Krummen Hauses ist eng mit der Entwicklung der Burganlage im Laufe der Jahrhunderte verknüpft. Ursprünglich im Mittelalter als Teil der Residenz erbaut, diente es verschiedenen Funktionen. Nach Umbauten im Zuge der Anpassung an neue Kampftechniken mit Pulverwaffen und der Nutzung als Amtssitz der Landdrosten wurde es im 18. Jahrhundert zu einer symbolträchtigen Kulisse für rechtliche und gesellschaftliche Vorgänge. Später verlor es durch Abriss und Vernachlässigung Teile seiner ursprünglichen Substanz, bis es schließlich durch Brandstiftung und einen Blitzschlag stark beschädigt wurde.

Heute ist das Krumme Haus ein integraler Bestandteil der historischen Burganlage, die seit den 1990er Jahren umfassend saniert wurde. Besucher können die Burg nicht nur als architektonisches Denkmal erleben, sondern auch das Museum besuchen, das Einblicke in das Leben auf der Burg und die regionalen Geschichte gibt. Das Gebäudeensemble um das Krumme Haus zeugt von der Vielschichtigkeit der Nutzung – von Wohn- und Wirtschaftsgebäude bis hin zu kulturellen und touristischen Angeboten wie dem Burggasthof „Zur Alten Münze“ oder der historischen Kapelle, in der auch heute noch Hochzeiten gefeiert werden.

Die Burg Stargard lädt mit ihrem vielfältigen Angebot zu einem spannenden Ausflug ein – sei es für Geschichtsinteressierte, Familien oder Naturliebhaber. Vom Bergfried aus erstreckt sich ein beeindruckender Blick über die umliegende Landschaft, die vom Stargarder Land und den nahegelegenen Seen geprägt wird. Veranstaltungen wie Märkte, Konzerte oder Führungen sorgen ganzjährig für kulturellen Genuss. Das Krumme Haus steht dabei stellvertretend für die bewegte Vergangenheit der Burg und erinnert an die tiefgreifenden Spuren, die Geschichte im Alltag der Menschen hinterlassen hat.

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