Hl. Johann Nepomuk
Highlights
- Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Großaitingen beherbergt ein Fresko des Hl. Johann Nepomuk als Bruderschaftspatrone.
- Das Gemälde des Hl. Johann Nepomuk stammt aus dem 18. Jahrhundert und zeigt ihn als Fürsprecher der Gemeinde.
- In der Kirche befindet sich auch eine Skulptur von Johann Nepomuk auf der Bruderschaftsempore.
Tipps
- Parkplätze befinden sich hinter der Kirche.
- Die Kirche verfügt über eine hervorragende Rokokoausstattung mit Fresken von Balthasar Riepp.
- Ein Ort der Stille und besonderen Atmosphäre für innere Ruhe.
Eigenschaften
Über Hl. Johann Nepomuk
Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Großaitingen zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im Landkreis Augsburg und ist ein eindrucksvolles Zeugnis barocker Architektur und Rokokoausstattung. Auf einem der höchsten Punkte des Ortes errichtet, thront die Kirche majestätisch über der Gemeinde. Ihre Geschichte reicht in das frühe Mittelalter zurück, wobei der heutige Steinbau ab dem 12. Jahrhundert entstand. Der markante Kirchturm mit seinem Satteldach und den charakteristischen kugelbestückten Fialen erhielt im späten Mittelalter sein heutiges Erscheinungsbild. Im Zuge umfangreicher Umbauten in der frühen Neuzeit wurde der Chorraum im ausgehenden 17. Jahrhundert neu errichtet, während das Langhaus einige Jahrzehnte später im Rokokostil erbaut wurde.
Die Innenausstattung ist von außergewöhnlicher künstlerischer Qualität und spiegelt den barocken Prunk wider, der im 18. Jahrhundert in Bayern verbreitet war. Besonders bemerkenswert ist die reichhaltige Stuckatur von Franz Xaver Feichtmayer d.Ä., die den gesamten Innenraum mit üppigen Rocaille-Ornamenten überzieht. Die Fresken von Balthasar Riepp aus Reute verleihen dem Chor und den Langhauswänden eine besondere künstlerische Note. Im Chor ist die Mariä Himmelfahrt dargestellt, wobei der Heilige Geist in ungewöhnlicher Form als Jüngling mit sieben Feuerzungen erscheint – eine Darstellung, die auf eine Vision der Heiligen Kreszentia aus Kaufbeuren zurückgeht. Die Langhausfresken zeigen unter anderem die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes sowie die Schutzpatrone des Ortes, St. Nikolaus und St. Walburga.
Die Altäre wurden von namhaften Künstlern der Region geschaffen. Der Hochaltar stammt von Dominikus Bergmüller, während die figürlichen Elemente wahrscheinlich von Ignaz Hillenbrand gefertigt wurden. Die beiden Seitenaltäre sind dem Marien- und dem Bruderschaftskult gewidmet. Letzterer zeigt im Altarblatt die Heiligen Sebastian und Antonius von Padua sowie den Heiligen Johann Nepomuk, nach dem der Altar benannt ist. Die Kanzel aus derselben Epoche überzeugt durch ihre kunstvolle Gestaltung und den langen Kanzelgang. Weitere bemerkenswerte Elemente im Kircheninneren sind die Skulpturen der zwölf Apostel, die Darstellungen der vier Kirchenväter im Chor, sowie eine beeindruckende Kreuzigungsgruppe und ein überlebensgroßer Christus an der Geißelsäule. Die Kirche verfügt zudem über eine kunstvolle Orgel im originalen Rokokogehäuse, das in den Jahren 2007/08 von Josef Maier erneuert wurde.
Die Kirche St. Nikolaus ist nicht nur ein Ort der religiösen Andacht, sondern auch ein kulturelles Juwel im bayerischen Voralpenland. Ihre reichhaltige Ausstattung mit Gemälden, Skulpturen und Stuckaturen macht sie zu einem sehenswerten Beispiel sakraler Rokoko-Architektur. Besucher finden hier einen ruhigen Ort zur Besinnung, der durch seine kunstvolle Gestaltung und spirituelle Atmosphäre beeindruckt. Parkplätze befinden sich hinter dem Kirchengebäude und bieten guten Zugang zur Anlage.