1. Deutsches Kloßpressenmuseum
Highlights
- Im 1996 eröffneten Museum in Großbreitenbach zeigt eine Sammlung über 100 Porzellanpfeifenstummel und historische Kloßpressen ab 1810.
- Das Museum präsentiert Haushaltsgeräte aus Thüringer Haushalten um 1900 und die Entwicklung des Olitätengewerbes mit Skiern und Medaillen.
- Kulturhistorische Ausstellung zur Entstehung des Thüringer Klößchens mit Holz- und Metallpressen sowie Forstgeschichte von Handarbeit bis Technik.
Tipps
- Die barrierefreie Gestaltung des Museums ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zu den Ausstellungsbereichen.
- Die historische Architektur des Gebäudes aus dem Jahr 1730 unterstreicht die Verbindung zwischen Museum und der Altstadt von Großbreitenbach.
- Die Sammlung von Porzellanpfeifenstummel und Olitätengewinnung bietet Einblicke in traditionelle Handwerkskunst und regionale Wirtschaftszweige.
Eigenschaften
Kultur-Museum Großbreitenbach: Deutsches Kloßpressenmuseum
Das 1. Deutsche Kloßpressenmuseum in Großbreitenbach ist ein faszinierendes Museum für Lokalgeschichte, das in einem historischen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1730 untergebracht ist. Das Gebäude passt harmonisch in das malerische Altstadtensemble rund um den Marktplatz mit Rathaus, Glockenturm, Fürstenbrunnen und der örtlichen Kirche. Die Architektur und der Charme des Ortes laden Besucher ein, eine Zeitreise durch die regionale Kultur zu unternehmen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die kulturelle Bedeutung des Thüringer Klößchens – ein Nationalgericht, das hier seine Wurzeln hat. Eine beeindruckende Sammlung von Holz- und Metallkloßpressen, darunter eine der ältesten aus dem frühen 19. Jahrhundert, zeigt die handwerkliche Tradition der Klößchenherstellung. Ergänzt wird dies durch Alltagsgegenstände aus Thüringer Haushalten um 1900, die einen lebendigen Einblick in das Leben vergangener Generationen geben.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Porzellan: Über 100 verschiedene Pfeifenstummel und Porzellanplatten dokumentieren die regionale Keramiktradition. Zudem widmet sich eine Abteilung dem Olitätengewerbe – einer historischen Handwerkskunst, die bis heute in der Region nachwirkt. Skier, Pokale und Medaillen aus der Forstwirtschaft runden das Bild ab und veranschaulichen, wie wichtig der Wald als Lebensgrundlage für die Bewohner war.
Das Museum ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch Teil des Naturparkwegs „Thüringer Kräutergarten“ und fungiert als Stempelstelle für Wanderer. Die Ausstellung verbindet handwerkliche Traditionen, kulinarische Kultur und regionale Wirtschaft – und macht Großbreitenbach zu einem besonderen Ziel für Kulturinteressierte und Genießer.