Kirche/Kloster

Barbara-Kirche

Lindenstraße 20, 26629 Großefehn-Strackholt

Highlights

  • Die St.-Barbara-Kirche in Strackholt wurde im 13. Jahrhundert erbaut und zählt zu den romanischen Dorfkirchen in Ostfriesland.
  • Die ursprüngliche Saalkirche mit Ostapsis wurde im 19. Jahrhundert zu einer Kreuzkirche umgebaut.
  • Wertvolle Zeugnisse sind der Flügelaltar von 1654, die Triumpfkreuzgruppe und die Orgel von 1798.

Tipps

  • Besuchen Sie die St.-Barbara-Kirche in Strackholt, um ihre romanische Architektur und den historischen Flügelaltar von 1654 zu bestaunen.
  • Achten Sie auf die lateinischen Inschriften in der Apsis, die aus dem 15. Jahrhundert stammen und einzigartige historische Einblicke bieten.
  • Nutzen Sie die Gelegenheit, den Kronleuchter aus dem Jahr 1719 und die Orgel von 1798 während eines Besuchs zu betrachten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Barbara-Kirche

Die Barbara-Kirche in Großefehn-Strackholt ist eine evangelische Sakralbauten aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den romanischen Dorfkirchen, wie sie typisch für Ostfriesland sind. Ursprünglich als rechteckiger Saalraum errichtet, entspricht ihr Grundriss einem Verhältnis von Breite zu Länge von 1 zu 3 sowie Breite zu Höhe von 1 zu 1. Die Kirche verfügt über drei Jochen mit ursprünglich vorgesehenen Steingewölben, deren Bauweise sich noch heute an Mauervorsprüngen im Inneren ablesen lässt. Der freitragende Dachstuhl ist entsprechend dieser Ausrichtung konstruiert.

Ein besonderes Merkmal der Kirche ist die Ostapsis, die später angebaut wurde und hufeisenförmig angelegt ist. Innen schließt sie mit einer gemauerten Halbkuppel ab, in der sich lateinische Inschriften aus dem 15. Jahrhundert befinden. Diese Inschriften sind von hohem historischen Wert und stellen auf Kirchenwänden geschriebene Urkunden dar. Die Apsis verfügt über drei ursprüngliche rundbogige Fenster, ein viertes Fenster wurde bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2000 wieder freigelegt und ist nun innen sichtbar. Im Scheitel der Apsiswand befindet sich ein übertünchtes Sandsteinbecken mit Ausguss, das im Mittelalter für rituelle Handwaschungen während der Messe verwendet wurde. Zwei kleine Nischen links und rechts dienten zur Aufbewahrung von Wasser und Wein.

Im Inneren der Kirche weisen verschiedene Wandöffnungen auf ihre mittelalterliche Nutzung hin. So befindet sich im Chorbereich hinter der Kanzel eine nahezu rechteckige Nische, die vermutlich als Hagioskop diente, über das Gläubige, denen der Kirchenbesuch aus verschiedenen Gründen untersagt war, am Gottesdienst teilnehmen konnten. Die ursprünglichen Portale sind nicht mehr erhalten. Hinweise auf die ehemaligen Eingänge finden sich in Form einer breiten Nische in der Nordwestecke sowie in der südlichen Wand, wo der spätere Südeingang vermutet wird.

Die Trennung zwischen Chor und Apsis erfolgt durch den Flügelaltar aus dem Jahr 1654 sowie die Triumphkreuzgruppe. Auf dem Orgelboden hängt der älteste Kronleuchter der Kirche, ein Geschenk von Eheleuten aus dem Jahr 1719. Weitere wertvolle Ausstattungsstücke sind die Orgel aus dem Jahr 1798 sowie der Bentheimer Taufstein. Im 19. Jahrhundert wurden nördliche und südliche Querarme angebaut, wodurch die ursprüngliche Bauform verändert und die Kirche zu einer Kreuzkirche umgestaltet wurde.

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