Kirche/Kloster

Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau auf der Gmain

Josef-Meinrad-Straße 480, 83457 Großgmain

Highlights

  • Barockisierte Wallfahrtskirche (1731) mit gotischer Gnadenmadonna (um 1400), Österreichs größte erhaltene Steingussmadonna.
  • Denkmalgeschütztes Bauwerk mit restaurierten gotischen Tafeln (1499) und rollstuhlgerechtem Zugang für Besucher.
  • Historische Mooser-Orgel (1845) mit 16 Registern, 1999 um ein fehlendes Register ergänzt.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Eintritt in die Kirche.
  • Die gotischen Tafeln im Altarraum wurden 1999 restauriert und neu angeordnet, was die historische Ausstattung besonders hervorhebt.
  • Die 147 cm hohe Steingussmadonna aus dem 14. Jahrhundert gilt als bedeutendstes Kunstwerk und ist im Hauptaltar zu sehen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Wallfahrtskirche Großgmain – Sakrale Kultur

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau auf der Gmain in Großgmain ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer faszinierenden Geschichte und künstlerischen Schätzen. Als denkmalgeschützter Ort vereint sie gotische und barocke Elemente und zählt zu den prägendsten Kirchen der Region. Besonders hervorzuheben ist die gotische Gnadenstatue im Hauptaltar, eine über 1,40 Meter hohe Steingussmadonna aus dem 14. Jahrhundert – die größte ihrer Art in Österreich. Nach massiven Übermalungen wurde bei einer Restaurierung 1965 die ursprüngliche gotische Fassung in Ockerton wieder freigelegt, was ihr den heutigen, zeitlosen Charme verleiht.

Die Kirche wurde ursprünglich im 9. Jahrhundert als Stiftskirche zu Sankt Zeno gegründet, um der Seelsorge im Reichenhaller Tal zu dienen. Nach einem Umbruch im 12. Jahrhundert entstand westlich der Stiftsgebäude die „Leutkirche“ – eine eigene Pfarrkirche für die Bevölkerung, die 1158 durch Bischof Konrad von Biburg geweiht wurde. Im 17. Jahrhundert erfolgte unter Propst Floridus Penker eine barocke Umgestaltung, die dem Bau sein heutiges Erscheinungsbild verlieh. Besonders sehenswert sind die restaurierten gotischen Tafeln aus dem Jahr 1499, geschaffen vom Meister aus Großgmain, die seit 1999 im Altarraum neu angeordnet sind.

Ein weiteres Juwel der Kirche ist ihre Orgel, die bereits im 17. Jahrhundert entstand und mehrfach umgestaltet wurde. Die heutige zweimanualige Orgel mit 17 Registern wurde 1845 von Ludwig Mooser erbaut, doch erst 1999 konnte Orgelbaumeister Johann Pieringer sie umfassend restaurieren und das fehlende Register Posaun-Bass 8′ ergänzen. Die Akustik und das historische Spielwerk machen sie zu einem kulturellen Highlight der Region.

Die Kirche ist nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch ein kulturelles Zentrum mit einer bewegten Vergangenheit. Während des Barocks erlebte das Stift Sankt Zeno, nur wenige Kilometer entfernt, eine Blütezeit als bedeutendes Kulturzentrum des Reichenhaller Tales. Die Wallfahrtskirche selbst zieht bis heute Pilger und Besucher an, die von ihrer heiligen Atmosphäre und den künstlerischen Schätzen beeindruckt sind. Dank rollstuhlgerechter Zugänge und Parkplätze ist sie zudem barrierefrei zugänglich und ein inklusiver Ort für alle.

Mit ihrer einzigartigen Verbindung von Geschichte, Kunst und Spiritualität ist die Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau auf der Gmain ein Muss für alle, die sich für sakrale Bauwerke und regionale Kultur interessieren. Ob als Andachtsort, historisches Denkmal oder musikalisches Erlebnis – sie bietet ein vielfältiges Programm und verdient ihren Platz als eines der bedeutendsten Kirchenbauwerke der Umgebung.

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