Pfarramt Schloßvippach
Tipps
- Die Kirche St. Stephanus in Schloßvippach ist ab 1740 bis 1744 erbaut und steht unter Denkmalschutz.
- Der nahegelegene Friedhof sollte vor Besuchen durch einen Spaziergang erkundet werden.
- Das ehemalige Schlossgelände lädt zu historischen Spaziergängen ein.
Eigenschaften
Über Pfarramt Schloßvippach
Das Pfarramt Schloßvippach befindet sich im Ortsteil Schloßvippach der Gemeinde Eckstedt im Landkreis Sömmerda, Thüringen. Es ist eng verknüpft mit der evangelischen Pfarrkirche St. Vitus, die sich im westlichen Teil des Ortes im sogenannten „Unterdorf“ befindet. Die Kirche, deren Ursprünge bis ins Jahr 1261 zurückreichen, zählt zu den ältesten Sakralbauten der Region. Der Turm stammt vermutlich aus der Zeit der ersten Erwähnung, während das Kirchenschiff um das Jahr 1500 im spätgotischen Stil errichtet wurde. Erst ab dem mittleren 15. Jahrhundert etablierte sich St. Vitus als Hauptpfarrkirche des Dorfes.
Die Kirche verfügt über Freitreppen an der Nord- und Südseite und beherbergt eine historische Ausstattung, die Zeugnis von verschiedenen Epochen der Ortsgeschichte gibt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach beschädigt und restauriert. So brannte 1740 das Pfarrhaus nieder, was zu umfangreichen Wiederaufbaumaßnahmen führte. In der Nachkriegszeit erfolgte 1953 eine weitere Restaurierung, um den Zustand des Gebäudes zu stabilisieren. Dennoch wird derzeit kritisiert, dass sowohl die Kirche als auch der angrenzende Friedhof in einem schlechten Zustand sind und dringend Pflege benötigen.
Schloßvippach liegt im Südosten des Thüringer Beckens und ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Vippach, deren Verwaltungssitz sich im Ort befindet. Die Region um Schloßvippach war bereits im Mittelalter von Bedeutung. So gab es hier bereits im 13. Jahrhundert eine Burg, die später zerstört wurde. Im Jahr 1556 wurde das Eckstedter Schloss neu erbaut, welches bis heute als markantes Gebäude in der Gemeinde steht, wenngleich es in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Funktionen erfüllte. Während des Zweiten Weltkriegs leisteten Zwangsarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern in der Gegend Arbeit in der Landwirtschaft.
Nach 1945 wurde das ehemalige Gut enteignet, und das Schloss diente zeitweise als Unterkunft für landwirtschaftliche Betriebe sowie später als Verwaltungsgebäude. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude privatisiert und soll seitdem schrittweise saniert werden. Die Gemeinde Eckstedt durchlief im Zuge der thüringischen Verwaltungsreformen mehrerer Jahrzehnte verschiedene Zuordnungen, ehe sie 1994 endgültig in den Landkreis Sömmerda eingegliedert wurde. Heute ist Schloßvippach eine ruhige Ortschaft mit einer kleinen, aber lebendigen Gemeinde, deren kulturelle und sakrale Mitte die evangelische Kirche St. Vitus bildet.