Denkmal/Gedenkstätte

Kursächsische Postmeilensäule

Zwönitzer Str. 12, 08344 Grünhain-Beierfeld

Tipps

  • Die Postmeilensäule zeigt historische Entfernungen zu Städten in Stunden – eine praktische Orientierungshilfe für Reisende des 18. Jahrhunderts.
  • Das Wappenstück wurde nach einem Vandalismus im 19. Jahrhundert aus dem Klosterteich geborgen und 1985 originalgetreu wieder ergänzt.
  • Die Säule besteht aus sieben Teilen und wurde mehrfach restauriert, zuletzt 2021 mit Rückkehr der historischen Inschriften.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kursächsische Postmeilensäule in Grünhain-Beierfeld - Kulturdenkmal Ausflug

Die Kursächsische Postmeilensäule in Grünhain-Beierfeld ist ein bemerkenswertes Zeugnis vergangener Zeit und ein wichtiges Kulturdenkmal im Herzen des Erzgebirges. Diese wappengeschmückte Distanzsäule wurde im Auftrag des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen durch den Land- und Grenzkommissar Adam Friedrich Zürner errichtet. Sie diente einst dazu, die Entfernungen zu wichtigen Orten in Stunden anzugeben und war Teil eines umfassenden Netzwerks solcher Säulen im Kurfürstentum Sachsen. Die Säule befindet sich heute an der Zwönitzer Straße direkt vor dem Amtshaus im Ortsteil Grünhain.

Die Geschichte der Postmeilensäule ist geprägt von Widrigkeiten und Wiederherstellungen. Ursprünglich unterhalb des Marktplatzes errichtet, verlor sie im Zuge eines sogenannten „Bierkrieges“ im 19. Jahrhundert ihr Wappenstück, das kurzerhand in einen nahegelegenen Teich geworfen wurde. Im Laufe der Jahre wurde sie mehrfach beschädigt, unter anderem durch einen Autounfall, der zu ihrem Einsturz führte. Danach erhielt sie ihren heutigen Standort. Eine umfassende Restaurierung in den Jahren 1978 bis 1985 brachte nicht nur ein originalgetreues Wappen zurück, sondern stellte auch die historischen Inschriften auf allen vier Seiten wieder her. Eine erneute Restauration im Jahr 2021 sorgte dafür, dass die Säule heute in einem tadellosen Zustand präsentiert werden kann.

Der Aufbau der Säule folgt dem typischen Schema kursächsischer Postmeilensäulen. Sie gliedert sich in insgesamt sieben Teile: Sockel, Postament und Postamentbekrönung bilden den Unterbau, während Zwischenplatte, Schaft, Wappenstück und Spitze den Oberbau darstellen. Diese klare Struktur unterstreicht den repräsentativen Charakter der Säule und ihre Funktion als offizielles staatliches Informationsmittel. Die Inschriften an den Seiten informierten einst über die Entfernungen zu verschiedenen Städten und boten Reisenden und Postboten eine wichtige Orientierungshilfe.

Heute zählt die Postmeilensäule zu den besonders gut erhaltenen Exemplaren ihres Typs und genießt sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern große Wertschätzung. Bewertungen im Internet zeichnen das Bild einer liebevoll gepflegten Sehenswürdigkeit, deren Erhalt als kulturelles Erbe als gelungen angesehen wird. Ihre zentrale Lage und ihre historische Aussagekraft machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für alle, die sich für die Geschichte Sachsens und des Erzgebirges interessieren.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…