Denkmal/Gedenkstätte

Torbogen Stockheim

Stocksbergstraße 14, 74336 Brackenheim

Highlights

  • Stockheim liegt im Wurmbachtal zehn Kilometer südwestlich von Heilbronn.
  • Der Ort wurde erstmals 950 urkundlich erwähnt und gehörte später zum Deutschen Orden.
  • Die Kirche St. Ulrich wurde 1516 erbaut und 1536 zur selbstständigen Pfarrkirche erhoben.

Tipps

  • Torbogen Stockheim: Sandsteinbogen mit Blick auf Schloss Stocksberg, lohnt als Zwischenstopp in der Region.
  • Gepflegtes Bauwerk am Rande der Weinberge, ideal für spontane Entdeckungen bei Radtouren.
  • Historischer Ortsteil mit ländlichem Charme, gut erreichbar im Wurmbachtal nahe Heuchelberg.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Torbogen Stockheim

Der Torbogen Stockheim befindet sich im baden-württembergischen Brackenheim und zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Das architektonische Bauwerk aus Sandstein ragt im Ortsteil Stockheim auf und gewährt einen beeindruckenden Blick auf das nahegelegene Schloss Stocksberg. Der Torbogen selbst ist ein erhaltenes Element der ehemaligen Stadtmauer, die den Ort im Mittelalter umgab. Diese Mauer diente einst der Sicherung der Siedlung und markierte das städtische suburbium, wie es in historischen Dokumenten des 14. Jahrhunderts erwähnt wird.

Der Bau des Torbogens steht in Verbindung mit der langen Geschichte des Ortes, das bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz von Stockheim mehrfach; besonders prägend war die Zeit unter dem Deutschen Orden, zu dem der Ort Anfang des 14. Jahrhunderts gelangte. Die Herrschaft des Ordens prägte nicht nur die politische und wirtschaftliche Lage, sondern auch das Stadtbild – darunter auch die Errichtung befestigter Tore. Der erhaltene Torbogen ist ein Zeugnis dieser Epoche und bildet heute einen markanten Punkt im landschaftlich reizvollen Wurmbachtal.

Das Schloss Stocksberg, das durch den Torbogen sichtbar wird, war einst Residenz der Herren von Stocksberg, einer regionalen Adelsfamilie, die sich aus dem Geschlecht der Herren von Stockheim entwickelte. Im 16. Jahrhundert spielte das Schloss eine Rolle im Deutschen Bauernkrieg, als es von aufständischen Bauern unter Hans Wunderer gestürmt und niedergebrannt wurde. Diese geschichtsträchtige Verbindung zwischen Ort, Adel und Volksaufstand verleiht dem Torbogen eine zusätzliche Bedeutung als kulturelles Denkmal.

Der Torbogen Stockheim liegt am Rande der Weinberge und lädt mit seiner gepflegten Architektur und der malerischen Umgebung zu einem Besuch ein. Radfahrer und Wanderer stoßen bei Touren durch die Region gelegentlich auf das Bauwerk und berichten von einem lohnenswerten Blick durch den Sandsteinbogen. Die umliegende Landschaft im Wurmbachtal, geprägt von Weinbau und ländlichem Charme, unterstreicht den kulturellen Reiz des Ortes. Mit einer Bewertung von 4,40 von 5 Sternen bei über 70 Bewertungen wird die Stelle als sehenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen.

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