Norddeutsches Krippenmuseum
Highlights
- Das Norddeutsche Krippenmuseum in Güstrow zeigt über 700 Krippen aus 60 Ländern mit einzigartiger Materialvielfalt wie Bernstein oder Hufnägel.
- Die Sammlung umfasst historische Stücke vom 15. Jahrhundert bis zu industriell gefertigten Serienkrippen aus Manufakturen.
- Besonderheiten sind barocke Deckenmalereien und gotische Altarraum-Reste in der Barlachstadt Güstrow.
Tipps
- Die Ausstellung zeigt über 700 Weihnachtskrippen aus allen Erdteilen, die durch unterschiedliche Materialien wie Bernstein, Eisen oder Altpapier auffallen.
- Ein besonderer Fokus liegt auf historischen Kunstwerken wie der barocken Bohlendielendecke mit illusionistischer Kassettierung aus dem 17. Jahrhundert.
- Die Sammlung umfasst auch seltene handgefertigte Krippen aus ungewöhnlichen Materialien wie Hufnägeln oder Hochmoorfunden aus Irland.
Eigenschaften
Krippenmuseum Güstrow – Norddeutsches Kulturdenkmal
Das Norddeutsche Krippenmuseum in der malerischen Stadt Güstrow ist eine einzigartige Sammlung, die die faszinierende Vielfalt weihnachtlicher Krippen aus aller Welt präsentiert. Mit rund 700 Exponaten aus über 60 Ländern bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die kulturelle und handwerkliche Tradition der Krippenkunst. Besonders beeindruckend ist die Bandbreite der Materialien – von traditionellem Holz über Bernstein, Eisen und Altpapier bis hin zu ungewöhnlichen Kreationen aus Wollresten, Hufnägeln oder sogar Hochmoorfunden aus Irland.
Die Sammlung entstand ursprünglich durch private Schenkungen und hat sich im Laufe der Zeit zu einer der bedeutendsten Krippenkollektionen Norddeutschlands entwickelt. Jede Figur erzählt eine eigene Geschichte und spiegelt regionale Bräuche, künstlerische Stile oder historische Techniken wider. Besonders hervorzuheben sind handgefertigte Manufakturarbeiten, die die Entwicklung der Serienproduktion im Zeitalter der Industrialisierung widerspiegeln – von individuellen Kunstwerken bis zu präzise gefertigten Serienfiguren.
Das Museum selbst ist nicht nur ein Ort der Krippenbewunderung, sondern auch ein architektonisches Juwel. Die barocke Bohlendielendecke mit illusionistischer Kassettierung und Reste eines gotischen Wandfrieses im Innenraum verweisen auf die reiche Geschichte des Gebäudes. Zudem finden sich im Altarraum Fragmente einer mittelalterlichen Kreuzigungsdarstellung sowie eine symbolische Heilig-Grabanlage aus dem 15. Jahrhundert, die die Verbindung von Kunst und Spiritualität unterstreichen.
Ein besonderes Erlebnis bietet die ganzjährige Ausstellung, die Besuchern das ganze Jahr über die Möglichkeit gibt, die magische Welt der Weihnachtskrippen zu erkunden. Ob als Kunstwerk, als kulturelles Erbe oder als handwerkliches Meisterstück – jede Krippe im Norddeutschen Krippenmuseum erzählt eine eigene Geschichte und macht Güstrow zu einem faszinierenden Ziel für Kulturinteressierte und Weihnachtsfans.
Das Museum verbindet somit traditionelle Handwerkskunst mit regionaler Geschichte und schafft so einen einzigartigen Rahmen, der über die reine Krippenpräsentation hinausgeht. Die Vielfalt der Exponate und die historische Atmosphäre machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis für alle, die sich für Kunst, Brauchtum oder die Magie der Weihnachtszeit begeistern.