Kirche/Kloster

Dorfkirche St. Georg

Pfarrbereich Kahla, Dorfstraße 19A, 07768 Großeutersdorf

Highlights

  • Die Dorfkirche St. Georg in Großeutersdorf wurde erstmals 1194 erwähnt und ist eine Wehrkirche mit gotischem Chorturm.
  • Das Kirchenschiff wurde 1890/91 im neugotischen Stil neu erbaut, die Orgel stammt von Carl Lösche aus Rudolstadt.
  • Die älteste Glocke "Dorate" läutet seit 1506, zwei weitere Glocken aus späterer Zeit wurden im Zuge von Kriegsmaßnahmen beschlagnahmt.

Tipps

  • Besucher können bei Interesse eine Kirchenführung durch die Dorfkirche St. Georg erhalten, vorherige Absprache empfohlen.
  • Die Kirche verfügt über eine historische Krypta, einen gotischen Chorturm und eine Orgel aus dem 19. Jahrhundert.
  • Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, im Sommer ist eine individuelle Absprache für Besuche möglich.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Dorfkirche St. Georg

Die Dorfkirche St. Georg in Großeutersdorf im Saale-Holzland-Kreis ist eine evangelische Kirche mit einer über 800-jährigen Geschichte. Schon im 12. Jahrhundert wird eine Kirche an dieser Stelle erwähnt. Der älteste erhaltene Teil ist die tonnengewölbte Krypta unter dem Chor, die aus der Zeit um den Beginn des 13. Jahrhunderts stammt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach umgebaut und erweitert. Um 1500 entstand der markante Chorturm, der mit seinen dicken Mauern und Schießscharten deutlich als Wehrkirche konzipiert war. Aus dieser Zeit stammen auch die Sakramentsnische mit eiserner Tür sowie wertvolle Schnitzfiguren im Chorraum.

Im 19. Jahrhundert erfuhr die Kirche weitere bedeutende Umbauten. Nach dem Abbruch des alten Kirchenschiffs wurde um 1890 ein neues, einschiffiges Langhaus im neugotischen Stil errichtet. Die Innenausstattung, darunter auch die dreiseitige Empore, folgte diesem Baustil. Ebenfalls aus dem Jahr 1890 stammt die Orgel, die vom Rudolstädter Orgelbauer Carl Lösche erbaut wurde und 2009 umfassend saniert wurde. Sie ist bis heute ein wichtiges Element der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstlebens.

Auch die Glockenanlage der Dorfkirche hat eine bewegte Vergangenheit. Die älteste und größte Glocke, genannt „Dorate“, läutet seit dem 16. Jahrhundert zum Gottesdienst. Weitere Glocken wurden im Laufe der Jahrhunderte hinzugefügt, mussten jedoch zeitweise für Kriegszwecke abgegeben werden. Heute erklingt eine Glocke aus dem Jahr 1937 als Ersatz für die historischen Exemplare. Die Sakralbauten in Großeutersdorf sind ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur und regionaler Geschichte.

Die Kirche steht in enger Verbindung zur evangelischen Kirchengemeinde Großeutersdorf und dem Kirchenkreis Eisenberg. Sie bietet Besucherinnen und Besuchern je nach Saison die Möglichkeit zur Besichtigung – im Sommer auf Anfrage mit Führung. Die Pflege und Öffentlichkeitsarbeit erfolgt durch das engagierte Kirchenvorstandsteam vor Ort sowie durch die zentrale Betreuung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Mit ihrer reichen Ausstattung und den verschiedenen Bauepochen ist die Dorfkirche St. Georg ein lohnendes Ausflugsziel für Kultur- und Kircheninteressierte in der Region.

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