Museum

Heimatstube Drackendorf

Alte Dorfstraße 20, 07619 Jena-Drackendorf

Highlights

  • Das Heimatmuseum zeigt historische Exponate zu Drackendorfs Rittergütern, Parks und der Zeit von 1945 bis 2000.
  • Kurt Voigt sammelte jahrzehntelang Dokumente und Gegenstände zur Ortsgeschichte, darunter Rittergutsarchiv und Parkentwicklung.
  • Ausgestellt sind u. a. das Kriegerdenkmal von 1923, die Vogelpastor-Ruine und der Pavillon im Drackendorfer Park.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt historische Exponate zur Entwicklung des Drackendorfer Parks, darunter den Pavillon und die Entstehung des Lebens im Ort ab 1945.
  • Ein besonderer Fokus liegt auf der Geschichte des Rittergutsbesitzes, etwa durch die Familie von Helldorff oder die Rolle der Freiin von Ziegesar bei Schulbauprojekten.
  • Führungen durch die ehemalige Gutsanlage und den Unteren Hof bieten Einblicke in die bäuerliche und adlige Siedlungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Heimat in Drackendorf – Museum Jena-Drackendorf

Die Heimatstube Drackendorf in Jena-Drackendorf ist ein lebendiges Museum, das die regionale Geschichte und Kultur des Ortes seit Generationen bewahrt. Das Ausstellungsprojekt entstand auf Initiative des langjährigen Bürgermeisters und Ortschronisten Kurt Voigt, der über Jahrzehnte ehrenamtlich historische Dokumente, Alltagsgegenstände und Fachliteratur sammelte. Seine Sammlung bietet einen tiefen Einblick in das Leben und die Entwicklung Drackendorfs – von den Anfängen bis in die Gegenwart.

Besucher:innen finden hier eine Vielfalt an Exponaten, die das historische Flair des Ortes lebendig werden lassen. Dazu gehören unter anderem Erinnerungsstücke an die Gutsherrenfamilie von Ziegesar, die seit dem 19. Jahrhundert prägend für die Region war. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Freiin von Ziegesar, die nach dem Tod ihres Mannes das Rittergut führte und 1913 den Schulneubau in Drackendorf maßgeblich unterstützte. Auch die Verbindung zur nahegelegenen Lobdeburg-Ruine „Vogelpastor“ und die Geschichte des Drackendorfer Parks mit seinem historischen Pavillon werden thematisiert.

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Darstellung des Dorflebens zwischen 1945 und 2000. Zeitzeugenberichte, Fotos und Alltagsgegenstände zeigen die Veränderungen, die Drackendorf in dieser Zeit durchlief – von der Nachkriegszeit bis zur modernen Dorfentwicklung. Ergänzt wird das Angebot durch Informationen zu historischen Stätten wie dem Kriegerdenkmal, der Auferstehungskirche oder dem Alten Pfarrhaus, die eng mit der Ortsgeschichte verknüpft sind.

Die Heimatstube Drackendorf ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Spiegel der regionalen Identität. Durch die Verbindung von lokalen Legenden, wie der Luther-Eiche, und archäologischen Funden – etwa dem römischen Haus (Pavillon) im Park – wird die historische Tiefe des Ortes greifbar. Besonders die Nähe zu Naturdenkmälern wie dem Georg-Stein auf dem Pfaffenberg unterstreicht die Verbindung von Kultur und Landschaft, die Drackendorf auszeichnet.

Die Initiative von Kurt Voigt und die kontinuierliche Arbeit weiterer ehrenamtlicher Kräfte sichern den Erhalt dieses kulturellen Schatzes. Die Heimatstube Drackendorf lädt Einheimische und Gäste ein, die Geschichte des Ortes hautnah zu erleben – von den Anfängen als Rittergut über die industriellen Veränderungen bis hin zu den sozialen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Ein Besuch hier ist nicht nur ein Ausflug in die Vergangenheit, sondern auch ein Beitrag zum Bewusstsein für den eigenen Heimatort.

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