Kirche/Kloster

Sankt Marien

Pfarrbereich, Burgstraße 65, 07768 Orlamünde

Highlights

  • St. Marien in Orlamünde ist eine evangelische Kirche, die vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut wurde.
  • Die Kirche wurde 1194 vom Erzbischof zu Mainz neu eingeweiht und später im 18. Jahrhundert umgebaut.
  • Zum Kirchengebäude gehören ein Friedhof mit barocken Grabdenkmälern und eine Gedenkstätte für Kriegsgefallene.

Tipps

  • Die Kirche ist tagsüber meist geöffnet und lädt zum Besuch ein.
  • Der historische Friedhof mit barocken Grabdenkmälern lohnt einen Spaziergang.
  • Die prächtige Orgel und der Altarraum sind sehenswerte Innenausstattungen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Sankt Marien

Die evangelische Kirche Sankt Marien in Orlamünde im Saale-Holzland-Kreis ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer über 800-jährigen Geschichte. Sie wurde vermutlich im 11. Jahrhundert von den Grafen zu Orlamünde errichtet und galt als Hauptkirche der Region. Bereits im 12. Jahrhundert entstand der untere Teil ihres markanten Kirchturms, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ergänzt und umgebaut wurde. So wurde der Turm im 16. Jahrhundert aufgestockt, und die heutige Turmhaube wurde im 17. Jahrhundert aufgesetzt. Nach einer umfassenden Erneuerung wurde die Kirche im Jahr 1194 vom Erzbischof zu Mainz feierlich neu eingeweiht.

Das heutige Erscheinungsbild der Kirche ist geprägt durch das Langhaus, das zwischen 1767 und 1768 erbaut wurde. Eines der herausragenden Elemente im Innenraum ist der Orgelprospekt aus dem Jahr 1782, der bis heute erhalten geblieben ist und den Kirchenraum mit seiner kunstvollen Gestaltung bereichert. Im Inneren findet sich auch ein großes mittelalterliches steinernes Taufbecken, das zeitweise entfernt, aber vor dem Zweiten Weltkrieg wieder im Altarraum aufgestellt wurde. Die Glockenensemble der Kirche besteht aus vier Bronzeglocken unterschiedlicher Herkunft, darunter eine Taufglocke aus dem 14. Jahrhundert und eine Sontagsglocke aus dem späten 17. Jahrhundert.

Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein geschichtsträchtiger kultureller Anziehungspunkt. Im Außenbereich umgibt ein gepflegter Friedhof die Kirche, der zahlreiche barocke Grabdenkmäler beherbergt. Besonders erwähnenswert ist der Gedenkstein für Andreas Bodenstein von Karlstadt, der 1523 nach Orlamünde kam und die Reformation in der Region vorantrieb. Vor der Kirche erinnert ein Denkmal, das 1989 gestiftet wurde, an diesen wichtigen Reformator. Auf der Nordseite der Kirche befindet sich eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs, während sich auf der Südseite die Sakristei in einem Anbau befindet.

Besucherinnen und Besucher loben die einladende Atmosphäre der Kirche, die durch geöffnete Türen und einen freundlichen Zugang zum Innenraum verstärkt wird. Die prachtvolle Orgel, die geschichtsträchtige Architektur und die steinernen Kunstwerke im Außenbereich hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Die Kirche steht exemplarisch für den evangelischen Glauben und verbindet historische Substanz mit lebendiger Gemeindearbeit. Die Sakralbauten laden sowohl zur Besinnung als auch zu einem kulturellen Erlebnis ein und sind ein lohnenswertes Ziel für Ausflüge in der Region.

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