Denkmal/Gedenkstätte

Demlinger Steinbruch

85098 Großmehring

Highlights

  • Der Demlinger Steinbruch entstand ab 1539 beim Ausbau Ingolstadts zur Festung.
  • Sein Dolomitgestein galt als besonders hart und wurde bis ins 19. Jahrhundert abgebaut.
  • Heute ist der ehemalige Steinbruch ein geschütztes Naturdenkmal mit seltener Flora und Fauna.

Tipps

  • Beim Besuch des Demlinger Steinbruchs aufgrund der Steinschlag- und Absturzgefahr nur gesicherte Wege nutzen.
  • Trockene Wetterbedingungen bevorzugen, da nasses Gelände bei Offroad-Touren problematisch werden kann.
  • Respektvoll mit der Natur und vorhandenen Bäumen umgehen, um den historischen Charakter des Ortes zu erhalten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Demlinger Steinbruch

Der Demlinger Steinbruch liegt im Ortsteil Demling der Gemeinde Großmehring im Landkreis Eichstätt in Bayern. Ursprünglich entstand der Steinbruch im Zuge des Ausbaus der Festung Ingolstadt, bei dem große Mengen an hochwertigem Dolomitgestein benötigt wurden. Das Gestein des Steinbruchs, das aus einem Riff des Weißjura stammt, war aufgrund seiner hohen Festigkeit besonders geeignet für militärische Befestigungsanlagen. Mehrere Jahrhunderte wurde das Gestein abgebaut, unter anderem auch für den Neubau der Festung zu Beginn des 19. Jahrhunderts, woraufhin der Bruch zeitweise auch als „Königsbruch“ bekannt war.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wurde der Steinbruch aufgegeben und entwickelte sich allmählich zu einem naturnahen Lebensraum. Heute zeigt sich der ehemalige Bruch als ein beeindruckendes Naturdenkmal mit einer Tiefe von bis zu 43 Metern sowie einer Fläche von etwa 300 Metern Länge und 200 Metern Breite. Die steilen Felswände sind heute bewachsen mit seltener Pflanzenwelt, darunter Seidelbast, Nelken, wilde Rosen und Farne, die sich zwischen Fichten, Lärchen und Föhren ansiedelten. Bereits 1932 wurde das Gelände unter Naturschutz gestellt und zählt heute zu den ältesten geschützten Naturdenkmälern der Region.

Der Steinbruch ist sowohl für Spaziergänge als auch für kulturhistorisch interessierte Besucher attraktiv. Führungen bieten Einblicke in die Geschichte des Ortes, die Rolle des Steinbruchs für den Festungsbau Ingolstadts sowie in die Entstehung des heutigen Naturparadieses. Teilweise sind die Wege uneben und stellen aufgrund von Steinschlag und Absturzgefahr eine gewisse Trittsicherheit und Vorsicht bei der Erkundung des Geländes dar. Einige Besucher erinnern sich noch an die unverbauten Ausblicke von vor Jahrzehnten, während sich heute jüngere Baumwüchse den Blick auf die Felswände zunehmend versperren.

Neben seiner landschaftlichen und historischen Bedeutung hat der Steinbruch auch eine gewisse Bekanntheit unter Freunden der Offroad-Freizeitgestaltung erlangt. Das Gelände bietet auf trockenen Wegen verschiedene Herausforderungen, wenngleich einige Passagen nicht für größere Fahrzeuge geeignet sind. Der Steinbruch ist somit sowohl für Naturbeobachtung als auch für technisch interessierte Besucher ein lohnendes Ausflugsziel in der Region um Großmehring.

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