Kirche/Kloster

Zisterzienserinnenabtei Gutenzell

Schloßbezirk 9, 88484 Gutenzell-Hürbel

Highlights

  • Die Zisterzienserinnenabtei Gutenzell wurde 1755/56 barockisiert, unter Leitung des Architekten Dominikus Zimmermann.
  • Die Kirche zeigt beeindruckende Rokoko-Stuckaturen und Deckengemälde von Johann Georg Dieffenbrunner.
  • Besondere Highlights sind der Hochaltar von Stephan Luidl und die Reliquienaltäre, nur zur Weihnachts- und Osterzeit sichtbar.

Tipps

  • Besucher finden eine ruhige Atmosphäre direkt an der Oberschwäbischen Barockstraße, ideal für Besinnung und kulturellen Genuss.
  • Die Reliquienaltäre sind nur zur Weihnachts- und Osterzeit sichtbar und bieten einen besonderen Einblick in barocke Kunst und Frömmigkeit.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Zisterzienserinnenabtei Gutenzell

Die Zisterzienserinnenabtei Gutenzell liegt im baden-württembergischen Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach. Die ehemalige Klosterkirche St. Cosmas und Damian zählt heute zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region und ist ein fester Bestandteil der Oberschwäbischen Barockstraße. Ursprünglich im späten Mittelalter als gotische Basilika errichtet, wurde das Gotteshaus im 18. Jahrhundert unter maßgeblichem Einfluss des berühmten Baumeisters Dominikus Zimmermann grundlegend umgestaltet. Dabei entstand eine spätbarocke Innenraumgestaltung von außergewöhnlicher Leichtigkeit und Festlichkeit, die dennoch die ursprüngliche gotische Struktur bewahrte.

Die Umgestaltung erfolgte zeitgleich mit der Amtszeit der Priorin Maria Alexandra, Tochter des Architekten Zimmermann, die später selbst zur Äbtissin gewählt wurde. Die Architektur und Ausstattung der Kirche spiegeln diesen geschichtlichen Kontext wider: Die gotischen Arkaden wurden abgerundet, die Fenster erhielten barocke Formen, und die Decken- und Wandflächen wurden mit kunstvoll gestalteten Rokokostuckelementen und Gemälden versehen. Deckenfresken von Johann Georg Dieffenbrunner erzählen biblische Szenen, darunter das Letzte Abendmahl sowie weitere Motive aus dem Alten und Neuen Testament. Die harmonische und lichtdurchflutete Raumwirkung verstärkt den Eindruck von Heiterkeit und Erhabenheit.

Die Innenausstattung wird durch kunstvolle Altäre und Skulpturen ergänzt, darunter der Hochaltar und die Kanzel von Stephan Luidl D.J. sowie Reliquienaltäre mit Katakombenheiligen, die nur zu bestimmten Zeiten des Jahres einsehbar sind. Ein Triumphkreuz aus dem frühen 17. Jahrhundert, das den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges unbeschadet entging, schmückt den Chorbogen. Die barocke Ausstattung wird durch spätere Ergänzungen aus dem 18. Jahrhundert ergänzt, darunter die schwarzen Nebenaltäre mit den Heiligen Hyazinth und Alexander.

Die Kirche steht inmitten einer ruhigen und idyllischen Landschaft, durch die ein Bach klar und gemächlich fließt. Diese Umgebung trägt zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei, der sowohl für seine architektonische Qualität als auch für seine künstlerische Ausstattung geschätzt wird. Die Sakralbauten und ihre kunsthandwerkliche Gestaltung spiegeln die kulturelle und religiöse Geschichte der Region wider und laden zur Besinnung und zum kulturellen Erlebnis ein.

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