Sichelbachbecken
Highlights
- Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und liegt etwa 1.050 Meter westlich des Herkules auf einer Höhe von rund 540 m ü. NHN.
- Das Becken hat eine Fläche von etwa 6.300 m², fasst rund 40.000 m³ Wasser und wird über ein Grabensystem am Essigberg gespeist.
Tipps
- Das Sichelbachbecken ist über Wanderwege vom Herkules- und Loipenparkplatz aus gut zu erreichen.
- Der Ort eignet sich für eine ruhige Pause nahe der Zufahrtstraße zum Herkules.
- In der Nähe befindet sich ein Hof, wo frischer Schafskäse gekauft werden kann.
Eigenschaften
Über Sichelbachbecken
Das Sichelbachbecken liegt im hessischen Habichtswald, unweit der Stadt Kassel, eingebettet in den bewaldeten Ostausläufer des Großen Steinhaufens. Es befindet sich auf einer Höhe von rund 540 Metern über Normalhöhennull und gilt als Hauptspeicherbecken des barocken Teils der Kasseler Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe. Das Becken wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet, als mit dem Bau des Herkules begonnen wurde, und dient seitdem der Wasserversorgung der kunstvollen Kaskadenanlagen im Park.
Geographisch gesehen wird das rechteckige Staubecken hauptsächlich durch Oberflächen- und Quellwasser des umliegenden Hochplateaus gespeist, darunter auch Wasser vom Essigberg. Ein Grabensystem sammelt das Wasser, insbesondere während der Schneeschmelze, und leitet es in Richtung des Beckens. Der Erdschüttdamm des Sichelbachbeckens hat eine Länge von etwa 250 Metern und umschließt auf drei Seiten das Becken. Die Fläche des Gewässers beträgt rund 6.300 Quadratmeter, die maximale Tiefe liegt bei etwa sieben Metern. Das Becken fasst ein Volumen von etwa 40.000 Kubikmetern.
Vom Sichelbachbecken aus gelangt das Wasser über ein unterirdisches Rohrsystem nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren zur Talmulde, wo es schließlich die Kaskaden am Herkules speist. Der namensgebende Sichelbach fließt hingegen in Form einer Schleife um die Talmulde und mündet in den sogenannten Unglücksteich, der sich unterhalb des Oktogons befindet. Ursprünglich waren Abschnitte dieses Baches sichtbar, im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden sie jedoch verrohrt.
Unterhalb des Staudamms befindet sich das Vorwerk Sichelbach, ein historisches Gebäudekomplex aus dem frühen 18. Jahrhundert, das später im 19. Jahrhundert zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. In direkter Nähe gibt es zudem einen kleinen Hof, an dem Schafskäse angeboten wird. Das Sichelbachbecken ist über den Herkulesparkplatz sowie von der Loipenstraße aus über einen gemütlichen Waldweg zu erreichen und lädt zu ruhigen Spaziergängen inmitten der Natur ein.