Kirche/Kloster

St. Nikolaus

Pfarrstraße 6, 85778 Haimhausen

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Haimhausen ist eine spätgotische Saalkirche mit barockem Umbau aus dem 17. Jahrhundert.
  • Das Bauwerk ist als Baudenkmal unter Nr. D-1-74-121-9 gelistet und wurde 2013 umfassend saniert.
  • Die Kirche verfügt über eine 1900 gebaute Orgel, die 2021 nach Restaurierung neu eingeweiht wurde.

Tipps

  • Barrierefreier Zugang zur Kirche ist eingeschränkt, bei Bedarf Unterstützung mitbringen.
  • Sanierung hat Baudenkmaleigenschaften erhalten, Besuch lohnt sich für Architekturinteressierte.
  • Kunstvolle Innenausstattung umfasst historische Altäre und Skulpturen aus verschiedenen Epochen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Nikolaus

Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Haimhausen im Landkreis Dachau ist eine spätgotische Saalkirche, die im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtet, erhielt das Gotteshaus Anfang des 18. Jahrhunderts eine barocke Gestaltung. Im 19. Jahrhundert wurde das Langhaus nach Westen verlängert. Markant ist der 36 Meter hohe Turm an der Südseite des Chors, der auf einem quadratischen Grundriss errichtet wurde und mit einer Zwiebelhaube abschließt. Die Kirche ist unter der Denkmalnummer D-1-74-121-9 als Baudenkmal erfasst und gehört zum Dekanat Dachau im Erzbistum München und Freising.

Das Innere der Kirche wurde im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten in den Jahren ab 2013 grundlegend umgestaltet. Dabei wurden unter anderem die 1958 im Chor entstandenen Deckengemälde überstrichen und im Kirchenschiff eine abgehängte Decke angebracht. Die Weihe der restaurierten Kirche erfolgte im Juli 2021 durch Kardinal Reinhard Marx. Der Chorraum wird von einem Kruzifix dominiert, das von den barocken Skulpturen des heiligen Sebastian und des heiligen Korbinian flankiert wird. Der Choraltar im Neurenaissancestil aus dem Jahr 1876 zeigt den Schutzpatron Nikolaus sowie die Muttergottes mit dem Kind. Die Seitenaltäre stammen vermutlich aus dem frühen 18. Jahrhundert und sind der Muttergottes sowie dem heiligen Josef gewidmet.

Die Gemälde in den Altarauszügen zeigen weitere Heiligenfiguren, darunter den heiligen Antonius und den Apostel Simon Zelotes. Die Assistenzfiguren umfassen unter anderem die Heiligen Rochus, Sebastian und Korbinian. Im Jahr 2020 wurden der schlichte Zelebrationsaltar sowie der Ambo durch den Münchner Architekten Ricco Johanson und den Ebersberger Kunstschmied Matthias Larasser-Bergmeister neu gestaltet. Die Ausstattung spiegelt sowohl historische als auch zeitgenössische kunsthandwerkliche Elemente wider.

Die Kirchenorgel wurde ursprünglich 1900 von Franz Borgias Maerz erbaut und im Zuge der jüngsten Restauration durch die Orgelbaumanufaktur Rudolf von Beckerath grundlegend überarbeitet. Dabei wurde das Instrument um drei Register erweitert, gereinigt und technisch modernisiert. Der Spieltisch wurde neu gefertigt, und die pneumatische Traktur erneuert. Die Disposition der Orgel umfasst zwei Manualen und Pedal sowie Koppeln zwischen den Manualen und zum Pedal. Die Einweihung der restaurierten Orgel erfolgte 2021 durch Pfarrer Konrad Seidl.

Die Kirche verfügt über ein Glockengeläut aus vier Glocken, die zusammen eine Molldurquartett-Melodielinie bilden. Ein Teil der Glocken wurde im Zuge der Sanierung erneuert oder überarbeitet. Die Pfarrkirche St. Nikolaus steht im Zentrum von Haimhausen und ist sowohl sakral als auch architektonisch ein bedeutender Ort in der Region. Kritikpunkte betreffen insbesondere die Barrierefreiheit, da der Weg zum Haupteingang für Rollstuhlfahrer als schmal, holprig und steil beschrieben wird und fremde Hilfe erfordert.

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