Denkmal/Gedenkstätte

Vier-Blauen Bäume

72285 Pfalzgrafenweiler

Highlights

  • Die Ruine Vörbach ist eine Kammburg bei Pfalzgrafenweiler im Landkreis Freudenstadt.
  • Erstmals erwähnt wurde die Burg 1140 als Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen.
  • Heute dient die 1906 errichtete Nördlinger Hütte als Vereinsheim des Schwarzwaldvereins.

Tipps

  • Die Ruine Vörbach liegt oberhalb von Pfalzgrafenweiler und ist über einen Hügelzug erreichbar, der Wanderern lohnenswerte Ausblicke bietet.
  • Von der ehemaligen Burganlage sind heute nur noch Mauerreste sichtbar, darunter Teile des Bergfrieds und einer Schildmauer.
  • In der Nähe befindet sich eine Grillhütte, die für Besucher mit Rucksack oder Picknick geeignet ist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Vier-Blauen Bäume

Die Ruine Vörbach, auch bekannt unter dem Namen „Vier-Blauen Bäume“, liegt in der Gemeinde Pfalzgrafenweiler im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg. Die historische Kammburg befindet sich über dem Tal der Waldach und zählt zu den bedeutenderen Kulturdenkmälern der Region. Obwohl heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage erhalten sind, zeugt die Stelle noch deutlich von ihrer ehemaligen Funktion als wehrhafte Höhenburg. Die Bezeichnung „Vier-Blauen Bäume“ bezieht sich vermutlich auf markante Bäume in der näheren Umgebung und hat sich als umgangssprachlicher Name für die Ruine etabliert.

Die Burg wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und war im Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach; unter anderem kamen die Brüder Albrecht und Diem von Steinhilben, die Grafen von Württemberg sowie die Herren von Ehingen und von Neuneck in den Besitz der Anlage. Im 17. Jahrhundert gelangte das Schlossgut schließlich in den Besitz des Herzogs von Württemberg. Ein Großbrand im nahegelegenen Pfalzgrafenweiler im Jahr 1798 führte dazu, dass die Burgsteine für den Wiederaufbau des Ortes abgetragen wurden, was den Erhaltungszustand der Ruine nachhaltig beeinträchtigte.

Heute sind von der ursprünglichen Burganlage nur noch Mauerreste des Bergfrieds, der Schildmauer sowie eines Flankierungsturms sichtbar. Die verwendeten Buckelquader deuten auf eine spätstaufische Bauweise hin. Auf einer Forstkarte aus dem 16. Jahrhundert lässt sich eine umfangreiche Burganlage mit mehreren Nebengebäuden erkennen, darunter ein Sommerhaus, Stallungen und ein Brunnen. Diese Gebäude sind heute nicht mehr erhalten. Ein bogenförmiger Graben trennt die Burgstelle vom Bergkamm. Auf einem der Mauerreste wurde 1906 durch den Schwarzwaldverein eine Schutzhütte errichtet, die heute als Vereinsheim genutzt wird.

Die Ruine Vörbach ist leicht zu erkennen, auch wenn von der ehemaligen Pracht nur noch wenig übrig geblieben ist. Besucher berichten, dass der ehemalige Hügel der Burganlage noch gut ausmachbar ist, Mauerreste jedoch nur in Teilen erhalten sind. In der Nähe der Ruine gibt es einen Grillplatz, was sie zu einem möglichen Ausflugsziel für Familien oder Gruppen macht. Dennoch ist der Ort weniger für seine architektonischen Überreste denn für seine landschaftliche Lage und historische Bedeutung von Interesse. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 3,2 von 5 Sternen spiegelt die öffentliche Wahrnehmung dieses Ortes sowohl die eingeschränkte Sichtbarkeit der Bausubstanz als auch das Interesse an der regionalen Geschichte wider.

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