Auerbergmuseum Im Kiebelehaus
Eigenschaften
Über Auerbergmuseum Im Kiebelehaus
Das Auerbergmuseum im Kiebelehaus befindet sich im bayerischen Bernbeuren und zählt zu den kulturhistorischen Ausstellungen des Museumsverbundes Auerbergland. Es präsentiert die lokale Geschichte und Kultur der Region und ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das als Denkmal erfasst ist. Das Museum wird von der Gemeinde Bernbeuren getragen und ergänzt das kulturelle Angebot der Gegend durch seine thematische Vielfalt und enge Verknüpfung mit archäologischen Spuren der Römerzeit.
Das Museum selbst befindet sich im sogenannten Kiebelehaus, einem Allgäuer Ständerbohlenbau des 18. Jahrhunderts. Das Gebäude war ursprünglich ein Handwerkerhaus mit kleiner landwirtschaftlicher Nutzung. Es wurde dendrochronologisch datiert und weist baugeschichtlich interessante Details auf, darunter eine Dacherneuerung im späten 19. Jahrhundert sowie einen Anbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese architektonische Substanz bildet den Rahmen für die museale Präsentation und unterstreicht den Bezug zur regionalen Baukultur.
Die Dauerausstellung gliedert sich in vier thematische Blöcke, die jeweils einen Aspekt der Regionalgeschichte beleuchten: „Der Berg“ widmet sich den Spuren der Römer auf dem Auerberg, darunter Funde aus der römischen Militär- und Handwerkersiedlung Festung Damasia. „Das Dorf“ erzählt die Geschichte Bernbeurens von der frühen Besiedlung bis zur Gegenwart. „Das Land“ zeigt den Wandel der Landwirtschaft vom blauen zum grünen Allgäu. Im Themenbereich „Das Haus“ wird die Holzbauweise vorgestellt – vom römischen Streifenhaus bis zum Allgäuer Ständerbohlenbau. Die Ausstellung verteilt sich auf drei Geschossflächen und vermittelt Wissen durch Objekte, Texte und multimediale Elemente.
Besucher berichten von einer liebevoll gestalteten und detailreichen Präsentation, die sowohl Erwachsene als auch Kinder anspricht. Besonders hervorgehoben werden aufgezeichnete Zeitzeugenberichte, die das Leben früherer Zeiten anschaulich machen. Auch der Bezug zum Kulturpfad Via Damasia wird als lohnenswertes Ergänzungserlebnis wahrgenommen. Dieser vier Kilometer lange Rundweg verbindet das Museum mit der ehemaligen Römersiedlung auf dem Auerberg und bietet an verschiedenen Stationen Einblicke in die antike Geschichte der Region.
Das Auerbergmuseum ist saisonal geöffnet – gewöhnlich von Mitte April bis Mitte Oktober – und richtet sein Programm auch an Schulklassen sowie interessierte Gruppen. Neben den Ausstellungen finden hier regelmäßig museale Bildungsangebote und Veranstaltungen statt. Die Trägerschaft liegt bei der Gemeinde Bernbeuren in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Bernbeuren e.V. Das hohe Bewertungsniveau im Internet spiegelt die Qualität der Präsentation und die engagierte Arbeit des Teams wider.