Kirche/Kloster

Pfarrverband Feichten an der Alz

Pfarrgasse 2, 84550 Feichten an der Alz

Highlights

  • Pfarrverband Feichten an der Alz umfasst seit 1502 die gotische Hallenkirche mit Wallfahrtsgeschichte durch ein Marienbild in einer Fichte.
  • 1926/27 entstand die heutige Pfarrkirche als Barockbau zur Verehrung der Heiligen Familie, inspiriert von Kirchen in Margarethenberg und Raitenhaslach.
  • Heiligkreuz (Filialkirche) erhielt 1717 eine Reliquie des Kreuzpartikels und 1923 freigelegte spätgotische Fresken; 1958 folgte eine purifizierende Umgestaltung.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht den barrierefreien Besuch des Pfarrhauses und der Pfarrkirche für alle Gäste.
  • Der historische Ortsname „Feichten“ leitet sich von einer Fichte ab, in der einst ein Marienbild gefunden und später in die Kirche übertragen wurde.
  • Die Pfarrkirche zeigt barocke Elemente wie den Hochaltar mit einer Darstellung der Heiligen Familie, der im Jahr 1926/27 errichtet wurde.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Feichten an der Alz entdecken

Der Pfarrverband Feichten an der Alz ist ein bedeutender sakraler Mittelpunkt in der malerischen Region am Hochufer der Alz. Sein Ursprung reicht bis ins frühe Mittelalter zurück, als der Ort bereits als Teil der Großpfarrei Feichten erwähnt wurde, die unter Erzbischof Arn von Salzburg stand. Eine erste Holzkirche entstand vermutlich nach 815, doch der genaue Zeitpunkt des ersten Steinbaus bleibt unklar. Die heutige Pfarrkirche, eine dreischiffige Hallenkirche in gotischer Tradition, wurde 1502 begonnen und durch Ablässe finanziert. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem Wallfahrtsziel, besonders für Frauen, die hier um Schutz und Fürsprache der Heiligen Mutter Maria baten.

Ein zentraler Legende verbindet den Ortsnamen „Feichten“ mit einer Fichte, in der einst ein steinernes Marienbild gefunden wurde. Dieses Bild wurde später in die Kirche übertragen und begründete die Wallfahrt, wie es in den Mirakelbüchern der Barockzeit überliefert ist. Die Kirche wurde im 17. Jahrhundert barockisiert und erlebte eine Blütezeit als Pilgerstätte. Doch auch die umliegenden Pfarreien wie Heiligkreuz oder Wald sind eng mit Feichten verbunden: Heiligkreuz, erstmals 1330 als Siedlung mit Kirche erwähnt, war lange Zeit eine Filialkirche Feichtens und beherbergt heute noch spätgotische Fresken, die 1923 freigelegt wurden. Die Schlosskirche Sankt Erasmus in Wald, ursprünglich als einschiffige Wandpfeilerkirche erbaut, wurde später barockisiert und diente als Expositur.

Ein besonderes Zeugnis der regionalen Geschichte ist die Heiligkreuz-Bruderschaft, die 1722 gegründet wurde, nachdem 1717 ein wertvoller Kreuzpartikel als Reliquie nach Heiligkreuz gelangte. Die neugotische Ausstattung des 19. Jahrhunderts wurde später durch eine „purifizierende Umgestaltung“ im Kirchenraum ersetzt, bei der viele historische Elemente entfernt wurden. Dennoch bleibt die Verbindung zu den Nachbarpfarreien spürbar – etwa durch die gemeinsame Geschichte der Salzburger und später freisingischen Verwaltung, die 1803 die Region übernahm. Seit 1818 gehört Feichten zur Erzdiözese München und Freising, während Heiligkreuz 1978 Teil der Stadt Trostberg wurde.

Der Pfarrverband Feichten an der Alz besticht durch seine historische Tiefe und sakrale Vielfalt. Die barocke Pfarrkirche Hart, erbaut 1926/27 zu Ehren der Heiligen Familie, zeigt Einflüsse aus Margarethenberg und Raitenhaslach. Ihr Hochaltar mit der Gottesmutter als Beschützerin des Kindes verkörpert den barocken Stil, während die umliegenden Wallfahrtsorte wie Heiligkreuz oder die Schlosskirche Sankt Erasmus weitere kulturelle Schätze bieten. Mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz ist der Pfarrverband auch heute ein offener Ort für Besucher, die Geschichte und Spiritualität verbinden möchten.

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