Stadtarchiv der Stadt Rosenheim
Highlights
- Das Stadtarchiv Rosenheim bewahrt historische Dokumente ab der Römerzeit bis heute, darunter Urkunden zur Siedlung ‚Pons Aeni‘ und mittelalterliche Handelsarchive.
- Seit 2026 ist die Zeitschrift *BIO – Das Bayerische Inn-Oberland* digital durchsuchbar, kombiniert mit weiteren Zeitungsbeständen für regionale Geschichtsforschung.
- Rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht barrierefreien Zugang zu Beständen wie den Aufzeichnungen des ersten Stadtarchivars Ludwig Eid (1865–1936)
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Stadtarchivs für alle Besucherinnen und Besucher.
- Digitale Bestände wie die retro-digitalisierte Zeitschrift *BIO* bieten erweiterte Recherchemöglichkeiten zur regionalen Geschichte.
- Die Kooperation mit dem Historischen Verein Rosenheim erweitert den Zugang zu historischen Quellen und Fachpublikationen online.
Eigenschaften
Stadtarchiv Rosenheim: Kultur & Geschichte entdecken
Als archivische Institution bewahrt es historische Dokumente, Urkunden und Quellen, die von der Römerzeit bis in die Gegenwart reichen. Besonders bedeutend ist die Verbindung zur antiken Provinz Raetien, aus der das Gebiet um Rosenheim hervorging. Schon um Christi Geburt entstand an einer Innbrücke bei Pfaffenhofen die Siedlung „Pons Aeni“, ein frühes Zeugnis der Besiedlung in der Region.
Im Mittelalter entwickelte sich Rosenheim zu einem bedeutenden Handelsort, der 1328 das Marktrecht erhielt. Diese Epoche prägte maßgeblich die spätere Entwicklung der Altstadt, deren mittelalterlicher Charakter bis heute spürbar ist. Das Stadtarchiv dokumentiert diese Phase durch Urkunden, Stadtpläne und historische Aufzeichnungen, die Einblicke in die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Stadt geben. Auch die Herausforderungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wie Kriege und wirtschaftliche Umbrüche, finden sich in den Beständen widergespiegelt.
Ein besonderer Schwerpunkt des Archivs liegt auf der Digitalisierung historischer Quellen. In Kooperation mit dem Historischen Verein Rosenheim wurde die Vereinszeitschrift BIO – Das Bayerische Inn-Oberland retro-digitalisiert und steht nun online zur Verfügung. Diese Maßnahme ermöglicht Forschenden und Interessierten, die Zeitschrift bequem durchsuchbar mit weiteren historischen Beständen zu verknüpfen – darunter auch lokale Zeitungen. Damit wird die Recherche in der regionalen Geschichtsforschung deutlich erleichtert und zukünftige Studien unterstützt.
Das Stadtarchiv ist nicht nur ein Lager für historische Dokumente, sondern auch ein Ort der lebendigen Geschichtswerkstatt. Durch Initiativen wie den Wissenschaftsblog „Rosenheimer Miszellen“ wird die lokale Geschichte aktiv aufgearbeitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besucher:innen erhalten hier nicht nur Zugang zu Originalquellen, sondern auch zu modernen Aufbereitungen, die die Vergangenheit verständlich und anschaulich präsentieren. Der rollstuhlgerechte Zugang unterstreicht zudem die Offenheit des Archivs für alle Interessierten.
Ob für Geschichtsbegeisterte, Studierende oder Familien mit Kindern – das Stadtarchiv Rosenheim bietet eine Fülle an Materialien, die die Region aus einer neuen Perspektive erlebbar machen. Von den Anfängen als römische Siedlung bis zu den modernen Entwicklungen nach 1945 zeigt das Archiv, wie Rosenheim zu dem wurde, was es heute ist: eine Stadt mit einer reichen, vielschichtigen Vergangenheit und einer lebendigen Zukunft.