See

Kiesgrube Kröllwitz

06120 Halle

Highlights

  • Die Kiesgrube Kröllwitz entstand durch Abbau bis in die 1960er Jahre und dient heute als Gewässer im Nordwesten von Halle.
  • Nach Hochwassern in den 1970ern und 1994 blieb der Deich durchbrochen und die Grube wird nun als Überflutungsfläche genutzt.
  • Zwei Seen entstanden: der größere südliche Kiesgrubensee und der nördliche kleine See, beide beliebt beim Angeln und im Landschaftsschutz.

Tipps

  • Angeln ist in den Kiesgrubenseen erlaubt, Fische wie Hecht oder Barsch können gezielt befischt werden.
  • Bei Hochwasser dienen die Seen als natürliche Überflutungsflächen, Besuche sind dann nicht ratsam.
  • Der südliche See ist über einen Graben mit der Saale verbunden, was für wechselnde Wasserstände sorgt.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur See in Halle: Kiesgrube Kröllwitz erkunden

Die Kiesgrube Kröllwitz liegt im Stadtteil Kröllwitz im Nordwesten von Halle (Saale) und zählt heute zu den interessanten Natur- und Erholungsgebieten der Stadt. Ursprünglich entstand sie durch intensiven Kiesabbau, der bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts betrieben wurde. Das gewonnene Material wurde unter anderem für Baumaßnahmen innerhalb der Stadt sowie für den Hamburger Hafen benötigt. Die ehemalige Grube befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Saale, was maßgeblich die spätere Entwicklung der Fläche beeinflusste.

In den Jahren danach kam es durch Hochwasser der Saale zu mehreren Wassereinbrüchen in die ehemalige Kiesgrube. Besonders in den 1970er Jahren und erneut in den 1990er Jahren führten diese Ereignisse dazu, dass die Grube nicht mehr vollständig abgedichtet werden konnte. Seitdem steht die Fläche ganzjährig unter Wasser und bildet zwei deutlich voneinander getrennte Seen. Der südliche und größere der beiden wird als Kiesgrube Kröllwitz bezeichnet, während der nördliche, kleinere Teil als Kleine Kiesgrube Kröllwitz bekannt ist. Über einen Graben besteht zudem eine Verbindung zur Saale, die bei Hochwasser als natürliche Überflutungsfläche genutzt wird.

Die beiden Seen sind heute fester Bestandteil eines Landschaftsschutzgebietes und bieten eine wertvolle Lebensgrundlage für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Sie dienen seit ihrer Entstehung als beliebte Angelgewässer und laden Naturliebhaber zu ruhigen Stunden in der Natur ein. Die ruhige Lage im Stadtteil Kröllwitz, umgeben von typischen Flussauenlandschaften, macht die Kiesgrube zu einem idealen Ausflugsziel für Menschen, die die Natur in der Nähe der Saale erkunden möchten.

Die Kiesgrube Kröllwitz ist somit ein Beispiel dafür, wie ehemalige industrielle Flächen durch natürliche Prozesse in wertvolle ökologische Räume übergehen können. Die Gewässer sind nicht nur ein Zeugnis der lokalen Industriegeschichte, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des städtischen Grünraums. Sie bieten Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung und tragen zur biologischen Vielfalt im Stadtgebiet von Halle bei.

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